Torfestival der AH: SV Steinberg-Deckenhardt schießt gegen die SG Gronig/Oberthal

Gemeinde Oberthal

Es war einmal irgendwann im Juli diesen Jahres. Zur damaligen Zeit fand, ich erinnere mich ganz genau, auf dem Rasenplatz zu Steinberg in Deckenhardt ein Fussballspiel der greisenden Alt-Giganten, eine 

seltsame Wiederauferstehung, 

 

statt, welches unser Sportreporter nicht mehr in der Lage war zu kommentieren, weil fast zur selbigen Zeit, die Güdesweiler Kirmes vor der eigenen Haustüre stand und sein Herz nur für diese schlug. Und wenn man dann immer genau in der Mannschaft mitspielt die haushoch verliert, möchte man erstens gar nicht mehr darüber berichten und zweitens sich auch gar nicht fragen an was oder wem das nun gelegen haben könnte. Also schieben wir das Thema beiseite und kommen zum nächsten:

 

Vorab neigen ja Sportwetter in der Regel dazu, eher auf „über“ als auf „unter“ zu setzen. Meistens nämlich bringt es dem Fußballfan an sich mehr Spaß, auf Tore zu hoffen als auf langweilige Nullnummern. Hier wäre der Wettkönig voll auf seine Wetten gekommen. Denn es gab ein wahres Torfestival bei den Giganten. Mit 6:3 servierten die Steinberger die GronigOberthaler ab.

 

Und dabei sagte vor dem Spiel ein Spieler aus Gronig oder Oberthal noch, im Hinblick wer hier gewinnen wird: ,,Ich bin Optimist. Sogar meine Blutgruppe ist positiv".

 

 

Es brauchte an diesem Tage einen Experten, der noch nie in einer der einschlägigen Experten-Runden saß, um die einzige echte Wahrheit über den modernen Fussball in der Gemeinde Oberthal auszusprechen: Kurt Nofts, ehemaliger Fussballgott und Groniger Legende, vergleichbar mit Fußball-Kaiser Franz, stand der Frust ins Gesicht geschrieben. Wie Nofts es geschafft hat sich der ,,Kaiserlichkeit" zu bemächtigen, wissen wir noch nicht.

 

Wir können auch nur mutmaßen ob er aus Frust zwei ,,Weiße-Fussball" und zwei ,,Rote-Fussball-Würste" aß oder ob es der Hunger war, der diese reintrieb. Das konnte die Redaktion nach Spielschluss nicht mehr überprüfen und nach über 11 Tagen nach dem Spiel erst recht nicht mehr. Und so ließ er es sich auch nicht nehmen, seine Mannschaft die SG hart zu kritisieren. Was nützt schon die schönste Dreier- oder Viererkette, wenn sie andersweitig unterwegs ist. Oder drücken wir es mal so aus: 

Zuerst hatten sie kein Glück und dann kam auch noch das Pech hinzu.

 

Auf der Bank saßen währenddessen zwei Edelfedern, die darauf brannten endlich eingesetzt zu werden: Björn Gebauer, der vor 3 Jahren das letzte Mal trainiert hatte und lieber seiner neuen Leidenschaft dem Grünzeug nachgeht und die Güdesweiler Wanderdüne Alexander Scheid, der beinahe in jeder Fussballmannschaft innerhalb der Gemeinde und außerhalb der Gemeinde den Ball tritt, ich will einfach nur kicken, um dann doch wieder wie schon erwähnt, das Spiel zu verlieren. Aber warum gerade die Zwei einwechseln, fragte die Redaktion kopfschüttelnd den Trainer: 

 

 

,,Ich habe die eingewechselt weil ich zwei andere ausgewechselt habe, da musste ich die einwechseln. Außerdem sind das die einzigsten Spieler, die 50-Meter Pässe spielen können, 5 Meter weit und 45 Meter hoch". Auch die Laufduelle von Turbo-Klaus Boullion und Aribert Laub nahmen schon fast dramatische Formen an. So ähnlich wie beim Zillertaler Quizduell: Wer zuerst drei für sich entscheidet, gewinnt das Duell. Das sind noch Duelle mit Tradition.

 

Wer letztendlich warum verloren oder gewonnen hatte, vermag ich nicht zu sagen. Und eigentlich wollte ich hier nur die schönsten Bilder präsentieren, die soviel Mühe gemacht haben, da die Herren nicht immer in der besten Ausgangsposition standen.

Mir fiel nur auf, dass sie manchmal den Ball nicht trafen, eher das Schienbein des Gegners, nach verbalen Verwirrungen am Tor vorbeischossen oder sich einfach fallen ließen und ca. 10 Minuten liegen blieben um Zeit zu schinden weil die Puste ausging.

 

Interessant, war das planmäßige nach vorne dreschen der Steinberger auf den Oberthaler Kasten. Aber warum haben die eigentlich gewonnen? Hierzu noch ein letztes Wort vom Steinberger Trainer: ,,Ich hab meinen Spielern gesagt, wenn wir schon mal hier im Heimstadion sind, können wir doch eigentlich auch mal ein bisschen Fussball spielen." Und das taten beide Mannschaften.

 

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