Und ewig möge der Wein am Fuße des Momberges fließen

Sie schenkten kräftig ein an der Kapellenwiese, die Ergo Bibamus
Sie schenkten kräftig ein an der Kapellenwiese, die Ergo Bibamus

Gemeinde Oberthal

Ein Tango von Früchten und Tanninen bebte im Gaumen der Weinfreunde an jenem kirchlichen Feiertage, der Aufnahme der seligen Jungfrau Maria in den Himmel. 

Kriechend kroch der Wein über die Zungen der Weinkenner um dann

 

im ewigen Dunkeln des Rachens hinab zu stürzen. Die Groniger Weinwanderung, die der 1. FC Gronig erstmalig veranstaltete, hatte es in sich. Und nicht nur das, sie war sowas von erfolgreich, dass wir uns schon auf 2020 freuen dürfen. Wer es ganz genau wissen will, die nächste Wanderung steht schon fest: 15.08.2020. Man hatte das Gefühl, dass die halbe Gemeinde unterwegs war. Groniger Weinwanderung hieß aber auch mit allen Sinnen entdecken und schmecken. 

 

Am Start waren 248 Personen, davon 60% Frauen und 40% Männer. Geballte Frauenpower eben. Und wie man sehen konnte, ließen es sich die Teilnehmer trotz des nicht ganz so guten Wetters nicht nehmen, diesen schönen Wanderweg von 11 km zu bestreiten. ,,Ich habe selten so viele gut gelaunte und fröhliche Menschen gesehen", sagte Günter Kasper nach dem Event. 

 

Bild 1 : Hier sieht man den roten Fußballgott Kurt Nofts mit einem Mombergteufel namens Tobias Federkeil und dem Vorstandsmitglied des FC Gronig Frank Keller. Rechts daneben die Energiefreunde aus Gronig.

 

Eines war für Günter Kasper klar, es war mehr als nur eine Weinwanderung, denn für ihn war es ein gelungenes Miteinander, dass man in dieser bewegten Zeit einfach braucht. Erstaunlich war, dass die Wegstrecke eigentlich nur 11 km lang war, die längsten Starter aber 8 Stunden unterwegs waren. Also fast eineinhalb Stunden für 1,5 km brauchten. Wow....

 

Und schuld war der Wein. Laut Kasper wurden über 400 Flaschen von den edlen Tröpfchen ausgeschenkt. Die Resonanz gegenüber den Weinen war ausgesprochen positiv. Waren es doch nicht solche Weine jener zweifelhafter Qualität aus Loriots Repertoire dem Weinvertreter Blümel, der seine Weinsorten wie die Oberföhringer Vogelspinne, das Hupfheimer Jungferngärtchen oder den Klöbener Krötenpfuhl, an Mutter Hoppenstedt zu verkaufen versuchte, quasi abgezapft und ganz sicher verkorkst. 

 

Bild1: bunt gewürfelter Haufen, .Bild 2: was unseren Hermann hier geritten hat, können wir nur erahnen. Hier müssen wohl verschiedene Weinsorten vom Momberg im Spiel gewesen sein.

 

Nein, hier flossen nur die besten Weine in die Kehlen der Weinfreunde. Und so torkelte man sich über 5 Stationen bis zum Dorfgemeinschaftshaus in Gronig. Aber hier an dieser Stelle wollen wir es genau wissen. Welche Weine gab es an welchen Stationen?

 

Im schönen Orletal an der 1. Fischerhütte des ASV Gronig befand sich die 1. Station mit zwei Weinsorten, dem Riesling Selection 2018 und einem aus 2018 Grauburgunder.  ( Nachts sind alle Burgunder grau ). Angeblich wäre hier nach kurzer Zeit schon der Wein ausgegangen. Dem aber bei Nachfragen dementiert wurde. ??????

 

Die zweite Station befand sich ebenfalls im immer noch schönen Orletal bei dem ASV Orletal mit selbst geräucherten Forellen und den Weinsorten Blanc de Noir 

(Nußdorfer Bischofskreuz 2018 von Karl Pfaffmann) und dem Monzinger Riesling, Frühlingsplätzchen 2018. ( Schauß Elmar ). Für diejenigen die an dieser Stelle schon einen im Tee hatten, wurde es nun gefährlich. Denn sie mussten die berüchtigte gefährliche Landstraße, die L 134 überqueren. Wer das geschafft, hatte einfach nur Glück.

 

Der Stand der Energiefreunde und nebenan die Chefin vom Schmierblock der Saar-Heimat mit Andreas Paul und Aaron.

 

Danach ging es gemächlich hoch zum Mombergplateau, der nächsten Station zum ortsansässigen Weinclub der Energiefreunde. Hier konnte man dann erstmal in aller Ruhe Energie tanken, den Blick über das obere Bliestal schweifen lassen und die nächsten beiden Weine probieren: Tempranillo/Cabernet Sauvignon-Prometeurs 2018, Bodega Mauro aus Spanien und dem Monastrell/Gernacha-Casa Carmela Semi Dulce 2018, Ramon Castano Santa.

 

An der Kapellenwiese, es war nun schon gegen Mittag, sah man schon mehrere Menschen über den Platz wanken und hin und her schwanken. Das Bläserensemble des Musikvereins Gronig spielte auf und so nebenbei wurde hier wirklich kräftig nachgekippt. Wer war schuld daran? Die Gruppe Ergo Bibamus, heißt übersetzt: Also lasst uns trinken! Das Motto hieß wohl: Einen haben wir schon, zwei kriegen wir noch, drei können wir noch vertragen und wenn der Vierte auch noch schmeckt, dann wird der Fünfte ausgeleckt. Eine Gaudi wie auf dem Jahrmarkt mit den Weinen Gaglioppo-Ciro Rosato 2018, Tenuta Luzzolini aus Italien und dem Primitivo-Ninel Salento 2015.

 

 

Wie viele es zur 5. Station noch schafften, dem Kahlenberg ist mir unbekannt. Es muss wohl im Schneckentempo vorangegangen sein. Dort wartete das Team der CDU mit den beiden letzten italienischen Weinen dem Negroamaro/Malvasia, Libero 1938, 2016 und dem Südtiroler Lagrein Gries 2018, Egger Ramer. 

 

Am Ende der Tour, am DGH in Gronig gab es Musik mit der Band HSG. Dazu gegrillte Würstchen und Schwenker. Und hier konnte man dann auch wieder Bier trinken und feiern bis in die Nacht. Und nun von dominant beerigen überragend floralaromatischen atemberaubenden mit reichhaltigen Fruchtnuancen perfekt eingebunden in einem Ensemble von mineralischem Grundton, feiner Kräuterwürze und verblüffender Erdigkeit erlesenen Weinen zu huldvollen Danksagungen derer, ohne dessen Engagement dieses fulminante Ereignis nicht möglich gewesen wäre:

 

Ein großes Dankeschön von Günter Kasper an die einzelnen Stationen. Orletal 1 erster Fischweiher – Jugend SG Gronig-Oberthal, Orletal 2 zweiter Fischweiher – das Team des ASV unterstützt von den aktiven Spielern der SG Gronig -Oberthal, Station 3 Momberg- das Team der Energiefreunde Momberg, Station 4 -Kapellenwiese das Team vom Weinclub Ergo bibamus, Station5 – Kahlenberg- danke an das Team von der CDU Gronig. 

 

Dankeschön an das Bläserensemble des Musikvereins Gronig.  

Dankeschön an den Vorstand des FC Gronig der dieses Event erst möglich machte.  

Danke an die Firma Georg Andler Getränkeservice und Danke an die Band HSG die  am DGH mit ihrer tollen Musik im Finish begeisterte. Es war einfach gigantisch.......

 

Übrigens, Vorschläge von Wanderern was gewisse Veränderungen oder Verbesserungen mit sich bringt, werden gerne angenommen, aber wer ein 100%iges Ja bekommt, was dieses Ereignis anbetrifft, der muss gar nicht mehr soviel verändern.....

Text und Bilder: Isabelle Möller

 

 

Den schönsten Blick gibt es nur vom Momberg
Den schönsten Blick gibt es nur vom Momberg

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Kommentare: 7
  • #1

    Wanderer (Mittwoch, 28 August 2019 06:27)

    Es war wirklich eine tolle Veranstaltung.
    Lob an die Eltern des Jugendfußball an der ersten Station. Das Buffet war gigantisch und kostenlos!!
    Hoffentlich wurde viel für die Jugendarbeit gespendet.

    Schade dass es bei zwei Stationen nur Rotwein gab! Der Veranstalter hätte vielleicht einen Rotwein und einen Weißwein anbieten können.

    Ansonsten kann ich nur positive Rückmeldung geben. Die Ausrichter an den einzelnen Stationen haben tolle Kleinigkeiten zu fairen Preisen angeboten.

    Hoffentlich wird diese Veranstaltung nächstes Jahr wieder angeboten.

  • #2

    Schdani (Mittwoch, 28 August 2019 11:31)

    Ein Heidenspaß, sicherlich! Aber ein schändlicher Mißbrauch dieses kirchlichen Feiertages.
    Am Tage der Aufnahme Marias in den Himmel genießen und trinken bis zum Umfallen anstatt zu beten und dem Allmächtigen zu danken: gibts dafür keinen anderen Tag als den 15. August ?

    Wenn die Dinge so stehen, muß man für die Abschaffung dieses für viele arbeitsfreien Tages plädieren. Dem Fest Maria Himmelfahrt würde das nicht viel schaden wie es aussieht. Armes Gronig, fürchterlich.

  • #3

    H. G. Setz, Gronig (Mittwoch, 28 August 2019 13:11)

    Herr Schdani, leider sind sie zu feige ihren richtigen Namen zu nennen. Auch der MGV Harmonie Gronig hatte früher sein Fest am 15. August. Ich finde also nichts dabei, dass der FCG seine Weinwanderung ebenfalls an Maria Himmelfahrt macht. Vielleicht wären sie ja auch gerne dabei gewesen. Es soll ja Menschen gebem, welche zu Hause nichts zu sagen haben.

  • #4

    Wanderin (Mittwoch, 28 August 2019 16:52)

    Herr/ Frau Schdani, Maria Himmelfahrt ist ein FEIERTAG und kein Trauertag. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es unseren Herrn oder unsere Gottes Mutter Maria stören würde wenn Menschen in Frieden, Liebe, Harmonie und Freude miteinander feiern, einfach mal das ganze Elend an so einem FEIERTAG vergessen. Glaube findet nicht nur in der Kirche statt. Jeder kann und darf glauben wie er will. Da hindert auch so eine Weinwanderung nicht. Woher wollen Sie wissen, dass ich auf dem Weg keine christlichen Gedanken hatte, in mich gekehrt bin und im stillen Moment gebetet hatte? Außerdem ist Freude schenken, ein Tag mit lieben Menschen verbringen, was uns der FCG mit dieser Weinwanderung ermöglicht hat, nicht auch ein christliches Moment?
    Es war eine gelungene Veranstaltung bei der ich viele nette Menschen kennen gelernt und mit lieben Freunden einen wundervollen Tag verbracht hatte.

  • #5

    Wanderin (Mittwoch, 28 August 2019 16:56)

    @ Beitrag N. 4 wurde von Wanderin Nicole geschrieben.

  • #6

    H. Möhl (Mittwoch, 28 August 2019 17:34)

    Man sollte jedem seine Freude lassen. Egal an welchem Tag. So heißt es nach kleiner Recherche:
    „So geh hin und iss dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dein Tun hat Gott schon längst gefallen.“
    (Prediger 9,7)

  • #7

    Schdani (Donnerstag, 29 August 2019 12:03)

    Maria Himmelfahrt ist ein kirchliches Hochfest und Feiertag (Feiertag in christlicher Perspekte) und gleichzeitig ein freier Tag für die meisten Beschäftigten aufgrund politischer oder staatlicher Entscheidung.

    Da es an diesem Tag wie auch an anderen (Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, auch Allerheiligen bspw.) jeweils zu weit verbreiteten Verhaltenformen kommt, die diesen kirchlichen Feiertagen Hohn sprechen und sie diskreditieren, wäre zu überlegen, diese Tage im Kalender zukünftig nicht mehr als kirchliche Feiertage (mit staatlichem "Segen") zu deklarieren, sondern sie den Werktagen als normale Arbeitstage gleichstellen.
    Oder die Politik erklärt diese Tage als staatliche, säkulare Feiertage, was sie aber dann begründen muß. ENTWEDER-ODER! Der Ball liegt bei den Parteien, der Politik.

    Es kann nicht hingenommen werden, daß diese großen christlichen Festtage von Nichtchristen und Kirchengegnern als Bühne für ihr "Tun" (Sauferei u.v.a.m.) mißbraucht werden. Da geht der Charakter dieser Festtage/Feiertage verloren und das war nicht der Sinn für ihre Einführung. Die Kirche könnte m.Er. diese Tage auch würdig begehen ohne daß sie als allgermein arbeitsfrei von der politischen Seite gegeben werden.