Als tendenziöses Vorgehen bezeichnet Bistum Trier die Umfrage der Initiative Kirchengemeinde vor Ort

Gemeinde Oberthal/Trier

Die Initiative Kirchengemeinde vor Ort hat durch ein Marktforschungsinstitut ein Stimmungsbild erheben lassen. Die Redaktion berichtete. Ziel der Umfrage war es, zu erfahren wie die katholischen Gläubigen im Bistum zur Strukturreform stehen. 

Die Strukturreform sieht vor, dass es künftig nur noch 35 XXL Pfarreien, anstatt 887 Kirchengemeinden geben soll.

Gestern nun hat für das Bistum Trier, Generalvikar

 

Ulrich Graf von Plettenberg Stellung dazu genommen und bezeichnete das Vorgehen der Initiative als tendenziöses Vorgehen und bemängelte die Art der Befragung: ,,Wir sehen darin einen weiteren Hinweis, dass es wegen der Veränderungen unter den Gläubigen viele Unsicherheiten, Befürchtungen und Enttäuschungen gibt“, teilt der Vikar mit. Außerdem sei die Art der Umfrage nicht wirklich aussagekräftig, kritisierte er weiter. 

 

Zudem würden verschiedene Themen vermischt, um die Tendenzen der Initiative zu bestätigen, wie in der Frage zu den Kirchenaustritten. Es bliebe offen warum die Menschen der Kirche den Rücken zu kehren, wegen den aktuellen Entwicklungen in der Kirche,  Missbrauchsskandalen, Homosexualität, wegen des Umgangs mit dem Zölibat oder eben doch wegen der Strukturreform.

 

Auch wäre die Hochrechnung im Hinblick auf das ehrenamtliche Engagement sehr fragwürdig. 160.000 Ehrenamtlichen gibt die Initiative an, die sich im Bistum Trier engagieren, 60 000 Katholiken beabsichtigen ihr Amt niederzulegen. Die Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier geht aber von rund 80.000 bis 90.000 Ehrenamtlichen nur aus. Die Zahlen der Initiative wäre also zu hoch gegriffen und sei zudem nicht seriös. 

 

Außerdem habe das Bistum zu den anstehenden Veränderungen eine kirchenrechtlich vorgesehene Anhörung durchgeführt, an der sich unter anderem 1.600 pfarrliche Gremien (Verwaltungsräte, Pfarrgemeinderäte, Kirchengemeinderäte) beteiligten. Die Gremien gaben umfassende Stellungnahmen ab, die ebenfalls ausgewertet wurden. Die Anhörung hätte gezeigt, dass knapp ein Drittel der Befragten den Veränderungen negativ gegenüber steht.

 

Dass diese Zahl deutlich von den zwei Dritteln abweicht, die laut der Umfrage der Initiative der neuen Pfarreienstruktur negativ gegenüberstehen, sehe man darin begründet, dass die vom Bistum befragten Ehrenamtlichen als Expertinnen und Experten eher die Notwendigkeit der Neuausrichtung des kirchlichen Handelns sehen als ein zufällig befragter Querschnitt der katholischen Bevölkerung von 500 Personen. 

 

Die Verwirrung für die Bevölkerung ist nun perfekt. Und jeder muss sich nun selbst ein Bild davon machen, wem er glauben schenken mag oder nicht. Die Frage nach der repräsentativen Umfrage der 500 Katholiken bleibt bestehen: Schafft sich die regionale Kirche letztlich selbst ab? Und Ist es wirklich so, dass Großpfarreien das kirchliche Leben vor Ort gefährden? 

Isabelle Möller

Quelle: https://www.bistum-trier.de/fileadmin/user_upload/Stellungnahme-_Generalvikar-Plettenberg-zur-Umfrage-IKvO.pdf

 

https://www.saar-heimat.de/2019/10/07/bistum-trier-muss-die-strukturreform-aussetzen/

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Schdani (Mittwoch, 09 Oktober 2019 20:17)

    Graf von Plettenberg drückt sich an der eigentlichen Frage herum: wollen die Bischöfe und Priester sowie die Theologen noch Diener Christi, seiner Gebote und Heilslehren sein und der Lehren der Kirche von Anfang an- oder wollen sie sich eine säkularisierte, selbstgemachte Kirche schaffen?
    Es ist offenkundig so, daß das Zweite hier der Fall ist. Denn man hört nichts von Umkehr, von Buße, vom Beichtsakrament, um einiges zu nennen, was dringlichst nötig wäre.

    Wer hat denn die Gläubigen massenweise in den Glaubensschwund geführt und ihnen Irrlehren und Halbwahrheiten und die Zerstörung der Liturgie sowie der Ehrfurcht vor Gott noch und nöcher aufgetischt?- Es sind diejenigen und ihre Vorgänger und Vorvorgänger, die seit wenigstens 50 Jahren das 2. Vat. Konzil für ihre antikirchliche Agenda mißbrauchen, in Trier Bischof Ackermann nebst Vorgängern, und der ganze teure und nichtsnutzige Apparat .

    Appell an Herrn Graf von Plettenberg: hören sie auf mit unlauteren Angaben bzgl. der Kirchenkrise, die eine große Glaubenskrise ist, und tun Sie täglich Buße. Ich bete für Ihre arme Seele und bitte alle Leser dieser Zeilen das ebenfalls möglichst zu tun. Wenn man das tut, ist es Gott wohlgefällig und ER wird helfen.

    Wir Laien können und sollen in Anbetracht des Versagens weiter Teile der Geistlichkeit Sauerteig sein für kommende Generationen von Christen, für die kommende Kirche, die sich aus den jetzigen Ascheschlacken erheben wird und wieder in Herrlichkeit erstrahlen wird. Es geht ja auch um uns selber, und unser ewiges Leben und das aller anderen bei Gott im Himmel, von dem die Priester leider kaum sprechen- wegen ihres Glaubensabfalls.

    Und auch selbst Buße tun und umkehren/auch zur Beichte öfters gehen (immer wieder), da wir sündige Menschen sind; auch täglich den Rosenkranz beten in den verschiedenen gerechten Anliegen für Kirche und Welt und sich mit den Glaubenslehren befassen, also bspw. den Katechismus (eine große Quelle der Weisheit) sich besorgen und lesen! u.a.m.

    Gelobt sei Jesus Christus!

  • #2

    Schdani (Donnerstag, 10 Oktober 2019 11:47)

    Sie machen sich in Trier (und anderswo) über die Menschen, die Herde Christi her mit all ihren Irrlehren und Apostasien. Sie traktieren uns mit ihren Stiefeln und lassen uns fühlen und wissen, daß sie die Macht haben. Und sie haben die Macht. Sie sind rücksichtslos und erfreuen sich daran, wenn es den Schafen wehtut, und wenn die Schafe nicht mehr wissen wohin. Das Ganze hört wahrscheinlich so schnell nicht auf, es wird voraussichtlich noch schlimmer, und aller Protest und alle Umfragen usw. werden nicht viel bewirken, aber:

    Gott ist nicht machtlos! ER kommt uns zu Hilfe, wenn wir beten, anbeten, den Rosenkranz in den Händen halten und uns daran klammern, Buße tun: das sind die "Waffen", die uns helfen. Und vielleicht will Gott das so: daß wir erkennen, daß nur Er uns helfen kann in diesen Kalamitäten. Ganz auf IHN, Jesus Christus, zu vertrauen, Ihm alles überlassen und glauben, dann hilft Er. "Sorge Du Herr Jesus."