Klein aber fein, der Nikolausmarkt in Güdesweiler

Gemeinde Oberthal

Weihnachtliche Leckereien und echte Handwerkskunst

Bereits zum dritten Mal lädt Ortsvorsteher Timo Backes und der gesamte Ortsrat zum Nikolausmarkt an der Christkönig Kirche zu Güdesweiler

ein. Am ersten Adventswochenende ist es wieder soweit. ( Samstag, 30.11.19 und Sonntag, 01.Dezember ). Zahlreiche Vereine, Organisation und private Kunsthandwerker haben sich angesagt, um das Gotteshaus herum, einige besinnliche Stunden gemeinsam miteinander zu verbringen.

Knapp zwölfhundert Einwohner zählt der beschauliche Ort am Fuße des Leistberges und noch immer sind viel kleine Vereine aktiv, die sich mit noch mehr Engagement einbringen, um dem Fest einen würdevollen Rahmen zu verleihen. Weit ab von den kommerziellen Märkten in größeren Städten, darf ein Markt wie dieser von sich behaupten, noch immer für das verbindende Element einer Dorfgemeinschaft zu stehen. Den Zusammenhalt. Denn ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, oder wie sie vor Ort genannt werden, die Originale, wären Veranstaltungen dieser Art nicht möglich.

 

Natürlich darf der obligatorische Glühwein dabei nicht fehlen. Ihn wird es mehrfach und in kreativen Varianten hier und dort geben. Das Fest bezieht sich auf Nikolaus von Myra, einen der bekanntesten Heiligen der lateinischen Kirche, der in der ersten Hälfte des vierten Jahrhundert nach Christ Geburt in der Nähe des heutigen Antalya, welches damals zum byzantinischen, bzw. zum römischen Reich gehörte, gelebt und gewirkt hat. Viele Legende umgeben ihn. So wird er unter anderem von den Seefahrern verehrt und bei schweren stürmen um seine Gnade gebetet.

 

In unserer Zeit steht er für einen Mann, der bereit war sein eigenes Vermögen mit anderen, mit hilfsbedürftigen Menschen zu teilen, wurde als Christ verfolgt und eingesperrt und später Bischof von Myra. Eine interessante Biografie, die jedoch nicht eindeutig belegbar ist, weshalb wir auch nicht ausschließen können, ob er an einem Glühwein nun gefallen gefunden hätte oder nicht.

 

Ganz sicher aber wäre er auch heute nicht abgeneigt auch die ein oder andere Leckerei zu kosten, die an einigen Ständen angeboten werden. So gibt es hausgemachte Weihnachtsplätzchen, Lebkuchen, diverse saarländische Spezialitäten, wie Flatschniggel, Bratwürste oder Flammkuchen, dazu Crêpes, Heiße Mandel und Süße Waffeln und auch exotische Variationen mit Chilli werden nicht fehlen. Davor, danach oder dazwischen einen Café oder Kakao und für den ein oder anderen natürlich auch ein kaltes und edles Hopfengetränk und natürlich auch selbstgemachte Obstbrände tun ihr übriges.

 

Ein süßer Duft wird um den Kirchplatz ziehen. Hier und da kann sich bereits mit einem Adventskranz, Mistelzweige, oder Gestecken für den Gabentisch eingedeckt werden. Es gibt duftende Öle, Naturprodukte, selbstgemachte Seifen oder Kerzen, und diverse Pflegeprodukte, die Körper und die Seele gleichermaßen in Einklang bringen. Echte Handwerksarbeiten wird es auch wieder geben.

 

Das alles würde sicherlich auch dem Heiligen St. Nikolaus gefallen. Er war ja ein gnadenreicher Mann, selbstlos und hilfsbereit. 

Alles in allem verspricht auch der diesjährige Nikolausmarkt in Güdesweiler ein voller Erfolg zu werden. So bleibt nur noch zu hoffen, das auch das Wetter uns Gnade erweisen wird, aber wer weiß, vielleicht hilft uns ja der Heilige Sankt Nikolaus ein wenig. Und Beten hat ja noch nie geschadet ...

 

Text: Alexander Scheid

 

 

 

 

Für unten stehenden Kommentar:

Wir belassen es bei Leistberg.

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Kommentare: 8
  • #1

    Wildfrau (Freitag, 22 November 2019 08:37)

    der so fromme Verfasser sei darauf hingewiesen, dass es eher Leißberg als Leistberg heißt.

  • #2

    Hilli (Freitag, 22 November 2019 09:16)

    Ich wünsche euch viel Erfolg und schönes Wetter und ganz viele nette,friedliche Besucher

  • #3

    GüWe (Freitag, 22 November 2019 09:58)

    Nicht der ORTSRAT, sondern die CDU und JU organisieren den Weihnachtsmarkt.

    Die SPD schläft, wie immer!!!

  • #4

    Isabelle (Freitag, 22 November 2019 10:07)

    Wir belassen es beim Leistberg, denn schon der Güdesweiler Ehrenbürger Michael Marx, geboren 1885, der seinem Heimatdorf sehr verbunden war und Heimatforschung betrieb und sich um geschichtliche Forschung bemühte, schrieb in einem seiner Gedichte nach einer Volkssage aus Güdesweiler, Der wilde Ritter von der Spießheck:
    Doch schwingte sich fluchend der Ritter darauf, und jagt den Weg zum Leistberg hinauf.
    Desweiteren: Von der Blutterschheck zur Kirchendell, Vom Heddersberg zum Adamsquell, vom Pfaffenwald bis zum Leistbergbruch, sein Pferd sank ein unter lautem Fluch.....
    Die Wildfrau sollte das doch wissen, wohnt doch dort in der Nähe....

  • #5

    Alexander Scheid (Freitag, 22 November 2019 10:10)

    Werte Wilde Frau vom selbigen Berg,

    ich bin mir nicht sicher, ob ich ein frommer Verfasser sein möchte. Mit der Interpretation des Begriffs habe ich so meine Problemchen. Aber sei‘s drum ...
    Was hingegen die richtige Schreibweise unseres Mount Everst unter allen alpinen Erhöhungen in den nördlichen Aden des Saarlandes angeht, so habe ich tatsächlich Herr und Frau Google gefragt und bekam meist die Antwort LEISTBERG.

    So schreibt auch das Zentralorgan der saarländischen Unterhaltungsindustrie den Berg mit st und nicht mit ß. Ich denke, der Name leitet sich von leisten ab. Also jetzt nicht diejenigen welche auch mal schmerzen können, auch besteht keine Sinnesverwandschaft mit gleichnamigen der Ortsteil von Gmina Rychliki in der Region um Woiwodschaft nahe Ermland-Masuren in Polen. Jakobus Leisten, der zu den Vertretern der populären „erzählenden Malerei“ gezählt wird, stand auch nicht Pate, auch wenn sein Meisterwerk „Der alternde Kriegsveteran und die Schankkellnerin beim Schawenzeln“, welches bei Sotheby in London vor einigen Jahren für rund 30 Millionen den Besitzer wechselte, in einer Güdesweiler Schenke um 1878 entstanden ist.

    Der Berg heißt so, weil wir Güdesweiler uns den leisten konnten. Heute verhökern wir ihn, weshalb wir auch einmal über eine Namensänderung nachdenken sollten.

    Anbei ein Link zur SZ mit der Schreibweise. Aber ich kann mich auch Iren...

    https://www.saarbruecker-zeitung.de › ...Leistberg und Wareswald sind für Windräder geeignet - Saarbrücker Zeitung

  • #6

    Wildfrau (Freitag, 22 November 2019 12:32)

    Danke für eure Hinweise...
    Weil da ja meine bekannte Höhle ist und ich die wieder aufsuchen wollte fand ich auf offiziellen Karten den Leißberg und eben nicht den Leistberg... Spannend.
    Tut natürlich dem Nikolausmarkt keinen Abbruch...
    @Aleander: wer fromm schreibt kann in die Schublade zugeordnet werden:-) Pardon

    https://de-de.topographic-map.com/maps/64wc/Saarland/

  • #7

    Schdani (Freitag, 22 November 2019 19:27)

    Wenn ich mich in die lebhafte Diskussion ein wenig einhaken darf, was die Bedeutung des Wortes Leistberg betrifft:
    in unserem Raum und Großraum gibt es ja einige Bezeichnungen mit lei, ley, lay wie etwa die Loreley oder die Orte Prümzurlay, Tholey usw.

    Lay oder ley oder lei geschrieben ist ein keltisches Wort für FELS. Somut würde die Bedeutung von Lei(ß)- oder Leistberg FELSBERG sein.
    Es muß sich im Falle des Begriffes Leistberg nicht unbedingt so verhalten, aber ausgeschlossen ist es nicht.

    Franz Albert Paliot

  • #8

    Schdani (Montag, 25 November 2019 19:43)

    Noch ein kleiner Nachtrag zum Versuch einer Erklärung des Wortes bzw. Begriffes LEISTBERG/LEIßBERG.
    Wie schon gesagt, kann der Begriff durchaus vom keltischen Grundwort ley,lay,lei in seiner Bedeutung von Fels, Felsigem, Gestein her gebildet worden sein. Etwas anderes anzunehmen dürfte ziemlich schwer schlüssig nachzuweisen sein.
    Das keltische Wort findet sich nicht allein in einer Reihe von Ortsbezeichnungen, sondern auch in Tätigkeits-/Berufsbezeichnungen und mit diesen in direktem Zusammenhang stehenden Familiennamen, wie z.Bsp. Leyendecker/Leiendecker. Ley bezeichnet hier in einer Ableitung vom Hauptinhalt des Wortes Fels, Gestein das Schiefergestein oder einfach Schiefer. Leyendecker- Schieferdecker.
    Der uns kaum noch geläufige Begriff ley wurde vor wenigen Generationen etwa im Moselgebiet wie auch in der Eifel noch ziemlich häufig mundartlich gebraucht.

    Franz Albert Paliot