Rom stoppt Trierer Bistumsreform vorläufig

Gemeinde Oberthal/Trier

 

Der Vatikan hat die Pläne des Bistums Trier, von 900 auf 35 Pfarreien zu reduzieren, vorläufig gestoppt.

Dies teilte das Bistum Trier am 21.11.2019 mit. 

Eigentlich schien alles klar, 

 

doch nun ist die Strukturreform ins Stocken geraten. Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Nachricht erhalten, dass die römische Kleruskongreagation entschieden hat, den Vollzug des ,,Gesetztes zur Umsetzung der Diözesansynode" auszusetzen, damit der Päpstliche Rat eine sorgfältige Durchsicht und Prüfung des Gesetztes durchführen kann. 

 

Auslöser waren mehrer Beschwerden von Priestergemeinschaften und der ,,Kirchengemeinde vor Ort". ,,Ein erster Erfolg", so Siegfried KLemm aus Gronig von der Kirchengemeinde vor Ort. ,,Diese Strukturreform spaltet das Bistum, die Priesterschaft, zahlreiche Gemeinden und letztlich uns Katholiken". 

 

Bischof Ackermann wird nun gebeten Stellung zu nehmen zu der Beschwerde, die unter anderem die Priestergemeinschaft Unio Apostolica eingereicht hat. Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg wird zusammen mit den Verantwortlichen prüfen, welche Konsequenzen die Aussetzung des Vollzugs hat und welche Maßnahmen notwendig sind.

 

Ob die Reform wie geplant am 01. Januar 2020 umgesetzt werden kann, ist damit äußerst unsicher. An diesem Tag sollten die ersten 15 Großpfarreien offiziell an den Start gehen, die 20 weiteren sollten 2021 folgen. Das Bistum teilte unterdessen dem SR mit, dass die römische Entscheidung kein endgültiges Stopp bedeute. Das Trierer Generalvikariat werde nun Konsequenzen prüfen und Übergangsstrukturen für die ungeregelte Zeit ab dem 1. Januar 2020 schaffen.

Text: Isabelle Möller

 

Hier könnt ihr den Brief lesen, der an den Bischof gerichtet ist:

 

 

https://www.bistum-trier.de/fileadmin/user_upload/docs/SchreibenRom_Nov2019.pdf

 

 

 

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Kommentare: 8
  • #1

    Schdani (Freitag, 22 November 2019 19:08)

    Schön, daß der Amoklauf von Bischof Ackermann zumindest ein Stück weit aufgehalten wird.
    Als persönliche Konsequenz könnte Herr Bischof Ackermann öffentlich Buße tun oder sich zu einem Leben in Buße und Gebet für immer in ein Kloster begeben. Denn es geht ja nicht allein "nur" um die durch nichts gerechtfertigte Auflösung und Zerschlagung von Pfarreien, sondern ebenso in gleicher Weise um die katholischen Glaubensinhalte, die er ebenfalls zu zertrümmern sucht, zusammen mit etlichen Gleichgesinnten.

  • #2

    Dietmar G. (Samstag, 23 November 2019 10:39)

    Es hätte einen Neuanfang geben können. Diesen Stopp durch Rom kann ich nicht nachvollziehen.
    Es gibt viele engagierte Christen vor Ort, die gerne ihre Chance nutzen wollten, um was in der Christengemeinschaft und für die Christengemeinschaft in der Gemeinde aktiv zu tun. Die durch Bischof Ackerman angedachte Strukturreform gibt uns hierzu Möglichkeiten.
    Ich hoffe, Rom wird baldmöglichst sein Ok geben, damit wir nicht unsere Chancen verschlafen, um katholisches Leben in unseren Orten wieder stärker erleben zu können.

  • #3

    H. G. Setz (HaGS) (Samstag, 23 November 2019 22:58)

    Ich vertrete die Meinung, dass die Saarheimat sowohl in Trier, als auch neuerdings in Rom, gelesen wird. Isa weiter so.

  • #4

    Schdani (Dienstag, 26 November 2019 10:28)

    Game over für S.Exz. Bischof Stephan Ackermann.

  • #5

    Hilli (Dienstag, 26 November 2019 16:09)

    Schdani, ganz deiner Meinung

  • #6

    Dietmar G. (Dienstag, 26 November 2019 20:18)

    Also auch "Game over" für mich und alle diejenigen, die sich wie ich ehrenamtlich und/oder berufen im kirchlichen Gemeindeleben engagieren wollen.
    Lieber Franz Albert, das haben Sie schön kommentiert :-(

  • #7

    Möller Werner Bliesen (Donnerstag, 28 November 2019)

    Mal gute Nachrichten aus dem Vatikan, Gut gemacht Franziskus!!!

  • #8

    Berthold (Donnerstag, 28 November 2019 15:06)

    Ganz meiner Meinung.