Einstimmung zur Adventszeit von Pater Ignasius Maros

Gemeinde Oberthal

Die Adventszeit lädt uns zu einer ganz besonders meditativen Stimmung ein. Unser Glaube sagt uns, der menschgewordene Gott ist auf dem Weg zu uns. Auf sein Kommen müssen wir uns vorbereiten. Jeder von uns weiß, wie wir die Ankunft des Herrn in die Wege leiten. Bemerkbar macht sich das auch in den Geschäften, auf den Weihnachtsmärkten, in den Straßen usw. Es schafft besinnliche Momente. Die Ruhe 

 

 

kehrt in uns ein. Wir brauchen das, es ist wichtig für uns. Aber auch Wachsamkeit ist nötig, denn wir können dadurch das Kommen des Herrn erkennen. Das Kind Jesu wird nicht in einem Palast geboren sondern an einem ganz bescheidenen Ort, er wird somit überall geboren. Wir müssen wachsam sein, da sein Stern mitten unter vielen Sternen dieser Welt aufgehen wird.

 

Die Geburt des Herrn erinnert mich an die Geschichte des Propheten Elija (vgl. 1. Könige 19,08-13a): Der Herr war nicht im Sturm, nicht im Erdbeben, nicht im Feuer sondern im Säuseln. Gott begegnet uns also in der Stille. Seine Geburt ist auch ein deutliches Zeichen seiner Demut. Ein großer Gott kommt trotzdem auf die Welt, sodass wir gerettet werden. Die Rettung Gottes ist das Ziel der Menschen.

 

Gott bietet uns dieses Ziel an und wir müssen aufstehen, denn er führt uns zu unserem Lebensziel. Unser Ziel ist noch nicht erreichbar. Mit unserem Gott machen wir uns aber auf den Weg. Es passt zu seinem Namen: Emmanuel, d. h. Gott ist mit uns. Er hat uns im Lauf des vergangenen Jahres 2019 geführt, und er wird uns auch in Zukunft weiter führen. Ehe ich in die Zukunft blicke, möchte ich auf die Vergangenheit der Pfarreiengemeinschaft Oberthal-Namborn zurückschauen.

 

Ich danke Gott für seine Begleitung. Ohne seine Hilfe könnten wir unsere Arbeit und Aufgaben nicht wahrnehmen. Viele Gremien in der Pfarreiengemeinschaft Oberthal-Namborn haben uns bei der Arbeit tatkräftig unterstützt: Der Kirchengemeinderat Baltersweiler/Hofeld; der Kirchengemeinderat Furschweiler/Gehweiler; der PGR und Verwaltungsrat Namborn; der PGR und Verwaltungsrat Güdesweiler; der PGR und Verwaltungsrat Oberthal; der PGR und Verwaltungsrat Gronig; viele Lektoren, Kommunionhelfer und Ministranten haben im Bereich der Liturgie ebenso einen ehrenwerten Beitrag geleistet wie die KFD-Mitglieder aller Pfarreien sowie alle Damen und Herren, die uns in der Seelsorge zur Seite gestanden sind.

 

Wir waren nicht allein: Pfarrer Teklik, Pfarrer Breininger, Pater Justin und Pfarrer Seel haben ebenso Seelsorgearbeit geleistet. Unser Seelsorgeteam und die Mitarbeiter/Innen möchten Ihnen allen für Ihre Arbeit und ihr wertvolles Engagement herzlich danken. Das Ende des Jahres 2019 rückt näher. Wir gehen dem neuen Jahr 2020 entgegen. Es wird ein spannendes Jahr werden, da wir auf dem Weg zur Pfarrei der Zukunft sind.

 

Es gibt viele Fragen, die gestellt worden sind, z. B.: „Wie geht es weiter mit unserer eigenen Kirche vor Ort? Wird es auch weiterhin eine Heilige Messe in unserer Kirche geben? Wie wird die Seelsorgearbeit in der großen Pfarrei zukünftig organisiert?“ Ich kann Ihnen versichern: Zusammen werden wir das meistern! Meiner Hoffnung und meiner Überzeugung nach führt Gott uns alle zu unserem Ziel. Gott lässt uns nicht im Stich.

 

Darum möchte ich sagen, dass der Glaube an Gott wichtiger ist als alle Dinge. Er hilft uns dabei, den Weg unserer Kirche weiter zu verfolgen. Wir werden deshalb nicht resignieren, sondern nach vorne schauen. Die Umstrukturierung im Bereich der Kirche wird unseren Glauben an Gott nicht schmälern sondern ermöglicht uns, kreativ zu sein, sodass wir mit einem erweiterten Horizont an ihn glauben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020.

 

Es grüßt Sie Ihr Pater Ignasius Maros, SVD Kooperator (Pfarrbrief)

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Schdani (Samstag, 30 November 2019 12:08)

    Da ist mir manches zu allgemein abstrakt gesagt, Stichwort Glaube.
    Der christliche Glaube setzt sich zusammen aus Glaubens- und Lehrinhalten. Die Kenntnis der Hl. Schrift, der Tradition und des Lehramts der Kirche ist hierbei die Richtschnur. Ganz kurz gesagt "besteht" der christliche Glaube inhaltlich in einer lebendigen, lebenden Person, Jesus Christus. Er ist immer da, insbesondere in der hl. Eucharistie ist er mit Leib und Blut, Seele und Gottheit unsichtbar und doch auch sichtbar in der Gestalt von Brot (und Wein) da.
    Um Ihm, dem Herrn und Erlöser begegnen zu können, muß man ihn kennen, denn ansonsten ist der Glaube in Gefahr zum Aberglauben oder Irrglauben zu werden. Es geht um Inhalte.
    Es geht darum, das Kind in der Krippe anzubeten, ihm die Ehre zu erweisen wie Maria und Joseph zunächst und sich dann hinzuknieen wie die Hirten und die 3 Sterndeuter aus dem Morgenland/Osten.
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    Es geht grundsätzlich m.Er. nicht um Strukturreformen, um noch größere oder besser organisierte Einheiten im Rahmen der gesetzlichen Kirchensteuer, sondern doch um Mission, Glaubensvermittlung, Glaubensunterrichtung und um das Glaubenszeugnis im Leben, jeden Tag.
    Es geht um Gebet und Anbetung und auch um eine würdige Feier der hl. Geheimnisse in Andacht und Ehrfurcht. Nur so kann der heutige Glaubensabfall mit allen negativen Begleiterscheinungen im Leben jedes Menschen und ganzer Völker gestoppt und überwunden werden.

    Möge 2020 vor allem ein Jahr der Mission werden, wo all das, was einmal da war und verloren gegangen ist, wieder neu entdeckt werden zur Ehre des Dreifaltigen Gottes und zum Heil der Menschen.

    Franz Albert Paliot

  • #2

    Schdani (Samstag, 30 November 2019 12:23)

    Kleiner Nachtrag zum letzten Satz.
    Ist es heute nicht so, daß die Kirche in D und anderswo am Boden liegt, ausgebrannt ist wie die Kirche Notre Dame in Paris, daß sie wie der verlorene Sohn im Gleichnis völlig entkräftet am Boden liegt- und sich sagen und bekennen muß: Vater, wir haben gesündigt vor Dir und sind es nicht mehr wert, Deine Söhne und Töchter zu sein?

    Es muß doch zu einer Umkehr kommen, einer Rückkehr zu den Geboten und Glaubensinhalten. Nur das allein kann zur Gesundung führen, nicht unnütze und ungerechte "Strukturreformen" und anderes.

    F.A. Paliot

  • #3

    Dietmar G. (Sonntag, 01 Dezember 2019 11:58)

    Mein Fundament ist Jesus Christus, und darauf baue ich mein Leben.
    Pater Ignasius Maros, viele Dank für Ihren Adventsgruß. Ich schließe mich an und wünsche allen Lesern eine gute Adventszeit - Warten auf Christi Geburt.

    Liebe Leser, aber habt Acht!
    Mit den Äußerungen, die Herr Franz Albert Paliot, der unter dem Pseudonym "Schdani" zu bestimmten Artikeln schreibt, von sich gibt, wird oft "christlicher Fundamentalismus" probagiert. Er kommt daher, wie der Wolf im Schafspelz. So wie er schreibt, sei ihm der katholische Glauben äußerst wichtig. Ja, vielem davon könnte auch ich zustimmen, wenn da nicht ein wichtiges, gar DAS wichtigste Glaubenselement fehlen würde: die Liebe.
    Und was ist dann Glaube ohne Liebe?

    "der Glaube an Gott wichtiger ist als alle Dinge" - Glaube in Hoffnung und mit Liebe!

    Lest das, was er schreibt gut durch und achtet dabei darauf, ob die Liebe Christi zu uns Menschen durchscheint. Klugheit und Weißheit sind nicht immer dasselbe.

  • #4

    Schdani (Mittwoch, 04 Dezember 2019 11:47)

    Hallo @Dietmar G. oder so.

    Mit Ihren Unterstellungen/Beleidigungen mir gegenüber erweisen sie übrigens Herrn Pater Maros einen Bärendienst. Pater Maros stimmt überein mit dem, was ich geschrieben habe. Ihn für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren ist dumm, sinnlos.

    Franz Albert Paliot

  • #5

    Schdani (Freitag, 06 Dezember 2019 10:09)

    Klarstellung

    Ich hatte den Punkt Glaube aufgegriffen, um als Kommentierer, was doch m.Er. legitim ist, noch einiges dazu zu sagen. Das zu sagen, nämlich das Wahrhafte und Richtige, hat mit Liebe zu tun. Liebe ist nicht nur so was Romantisches (was ja auch sein kann und schön und gut ist); Liebe ist so weit es möglich ist, die Wahrheit und das Richtige zu sagen. Glaube ohne Wahrheit ist Irr- und/oder Aberglaube. Das hatte ich so auch geschrieben. Glaube erfordert Bibel- und Glaubenswissen, was nicht so wenig ist, denn der christliche Glaube kommt nicht so dahergeflogen, sondern das Glaubenswissen (die Lehren Christi und seine Heilstaten und die immergültigen Lehre(n) der Kirche) muß man sich willentlich aneignen- und glauben.

    Der hl. Apostel Paulus bspw. hatte diesen Zusammenhang auch deutlich dargestellt: der christliche Glaube ist zutiefst mit Wissen/Wisssenschaft verbunden, mit vernünftigem Wissen. Daher auch die Theo-Logie und die Philosophie (dazu gehören im umfassenden Sinne auch die Mathematik bspw. und die Naturwissenschaften) als Grundpfeiler christlicher Wahrheits- und damit Glaubenserkenntnis.

    Zu sagen, ich hätte keine Liebe ist wohl eine gewagte Behauptung- und durch was gerechtfertigt. Was soll das? Kennen Sie mich Herr Dietmar G. ? Wer sind Sie?
    Dann folgt der nächste Angriff mit der Behauptung, ich sei wie ein "Wolf im Schafspelz." Nun, wenn das Ihre Meinung ist, so mag es sein. Lieber die Wahrheit(en) sagen und als Wolf im Schafspelz gebrandmarkt werden als sich den Ideologien und Zeitgeistern anpassen, was mit Jesus Christus nichts zu tun hat. Er wurde dafür gekreuzigt und wird auch heute gekreuzigt.

    Ich verzeihe Ihnen @Dietmar G.

    Franz Albert Paliot

  • #6

    Dietmar G. (Freitag, 06 Dezember 2019 12:10)

    Danke für die Möglichkeit zu weiterem Dialog!

    In meinem letzten Satz oben hatte ich ermutigt, Ihre Kommentare zu lesen und zu betrachten. Was auch ich tue.

    Es liegt mir fern, die Person Franz Albert Paliot zu werten, da ich Sie als christgläubigen Menschen sehr schätze. Ich befasste mich in meinem Kommentar ausschließlich um Ihre Art von Äußerungen, die mir auf "Saar-Heimat.de" aufgefallen sind. Da keiner von uns Menschen die allumfassende Wahrheit kennt, braucht es eine göttliche Offenbarung oder einen in Liebe geführten Dialog darüber.

    Lieben Sie die Menschen? Lieben Sie auch die, die vielleich schwach (oder fern) im Glauben sind? Ihre faktischen Wahrheiten mögen bei manchem schwer verdaulich erscheinen und ernten schließlich mancherlei Unverständnis und Hohn.
    Da sind auch diejenigen, die in der Kirche ein geweihtes Amt innehaben. Welchen Stürmen und Anfeindungen sind sie heutzutage ausgesetzt! Sie sollen die Kirche lenken und leiten und sie sind doch Menschen mit Fehlern, wie wir. Sind manche Ihrer Worte über Papst, Bischof und Klerus nicht anmaßend? Ich denke, sie brauchen hierbei unser aller Gebet, damit die Kirche Jesu Christi wieder gefestigt wird.

    Wenn Sie mögen, bleiben wir im Dialog.

    Vivat Jesus!

    Dietmar Franz Geßner

  • #7

    Franz Albert Paliot (Mittwoch, 11 Dezember 2019 10:15)

    Werter Herr Geßner, folgender an Sie gerichteter Satz nehme ich zurück:
    ..."Ihn für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren ist dumm, sinnlos."

    Alles Gute Ihnen