Auf der Suche nach dem Christkind

Bild: Isabelle Möller, letztes Jahr
Bild: Isabelle Möller, letztes Jahr

Gemeinde Oberthal

 

Paul Matthias Henkes aus Gronig hat uns ein selbstgeschriebenes Weihnachtsgedicht geschickt, welches wir gerne hier veröffentlichen. Geschrieben hat er es bereits 

 

im Jahre 1985 mit der 2. Auflage in 2006.

 

Auf der Suche nach dem Christkind

 

Dunkle Nacht, nirgends ein Licht - der Wind streicht meine Wange,

die Kälte fährt mir ins Gesicht - um's Herz ist mir so bange

 

So schreit ich durch den knisternd Schnee - keine Zeit darf ich verschwenden

und zugefroren liegt der See - hier meine Schritte enden...

 

Ich hör mit Andacht dann ins Schweigen - bei jedem Lauf erreget

Die nächste Welt - sie wird es zeigen - ob es mir heut begegnet?

 

Das CHRISTKIND will ich heute finden - im dunklen düstren Tann,

Ich möchte ihm ein Licht anzünden - damit's mich besser finden kann.

 

Nicht Gaben wollt ich , dass es bringe - ich möchts nur etwas fragen

Dass es mir rechte Antwort bringe - sonst müsste ich verzagen.

 

Warum, so denk ich, kann es sein - nur einmal jedes Jahr,

Dass alle Welt - ob groß, ob klein - erkennet die Gefahr?

 

Man spricht von Stille, spricht von Frieden - den man sich so erhofft,

Doch über's Jahr ist man hienieden - des Bruders Teufel oft

 

Wenn ich es seh - ich würd es bitten - für manchen hier auf Erden

Es müsst entzweigeganges kitten - und lindern die Beschwerden

Es müsste Gast sein, bei dem der einsam - und seinen Tag erheitern

Es müsste sehn, dass sie gemeinsam - den Horizont erweitern

Es müsste heilen, den der krank - und Hochmut sollt es brechen

Es müsste schlichten jeden Zank - und stärken alle Schwächen

Es müsste mit den Kindern lachen - und sie darauf einschwören,

 

Dass sie den Eltern Freude machen - auf deren Ratschlag hören

Es stünd den Liebenden zur Seite - so ist es doch gewollt,

 

Es wünscht, dass man den alten Leuten - Respekt und Anerkennung zollt

Den Eheleuten wird es sagen - Es ist nicht alles Gold was glänzt

 

D'rum sollten sie sich stets vertragen - Gemeinsamkeit ist nur begrenzt

Einen Rat auch an die Politik - die Frieden stets beschwört,

 

die Angst vor'm Kriege im Genick - auf Volkes Stimme höret

Ach, Leute - was erzählt ich ihm - hätt ich es nur gefunden,

 

die Fragen hin und her und hin - die dauerten wohl Stunden....doch horch,

Ich glaub es ist soweit - ich hör ein leises Raunen

 

und dieses Licht nun, weit und breit - erfüllet mich mit Staunen.

..Wer bist du, fragt es wundersam - dass du mir hier begegnest?"

,,Ein Wand'rer Herr, der heut hier herkam - damit du ihn jetzt segnest!".

 

Paus Matthias Henkes/Gronig

Einen schönen Dritten Advent wünschen wir den Lesern

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hilli (Sonntag, 15 Dezember 2019 10:21)

    So scheen, Danke