Abwechslungsreiches Konzert von Stephan Schappe´ im Oberthaler Rathaus

Gemeinde Oberthal

Mit einem abwechslungsreichen Klavierkonzert konnte am letzten Mittwochabend Stephan 

Schappe´ aufwarten, übrigens das 9. Klavierkonzert des Freundeskreis Kultur im Rathaus e.V. Vom südlichen

Saarland in unsere schöne

Gemeinde Oberthal hat er den weiten Weg auf sich genommen, um uns in die vielfältige Welt der klassischen Musik zu entführen. Bereits mit 5 Jahren bekam Schappe´ Klavierunterricht. Und nein er wurde nicht gequält Klavier zu spielen, vielmehr wurde er durch die Familie inspiriert, die selbst wie er sagt musikbegeistert ist und musiziert. 1983 immatrikulierte er sich an der Musikhochschule des Saarlandes und studierte Kammermusik. Im Jahre 1988 gründete er mit Peter Maurer das Klavierduo ,,Rondo Piano" mit einem ganz eigenen Musikstil. 

 

Große Erfolge erzielte er mit seinen Solo-Klavierabenden ,,Klassik ohne Grenzen", die er an diesem Abend präsentierte. Herausfinden mussten wir als Zuhörer im nachhinein die Stücke die er spielte, denn diese wurden vorab noch nicht verraten. Was aber nicht ganz einfach war bei Klaviersonaten wie Nr. 12 F-Dur KV 332, 1. Satz von Mozart oder Franz Schubert in A-Dur D 664. Mit Funiculi-Funicula von Luigi Denza, welches Stephan Schappe´selbst arrangierte gelang dies leichter. 

 

 

Weitere Stücke wurden gespielt von Ernesto Nazareth mit Fon-Fon, Heitor Villa-Lobos ( O Anel ) oder Alla Turca von Mozart/Jean Kleeb.

 

Nach der Pause freute sich Stephan Schappe´, dass noch alle Gäste anwesend waren und so spielte er ein Stück von Ludwig van Beethoven. 

 

Eine interessante Geschichte gab es zur nächsten Klavieretüde ,,La Ricordanza" von Franz Liszt zu erzählen. Eines abends im Mai im Jahre 1837 spielten Liszt und Chopin in einem Salon am späteren Abend ein kleines Konzert. Liszt spielte ein Nocturne seines Freundes Chopin und verzierte es mit seinen eigenen Ideen. Chopin sagte danach zu Liszt; ,,Wenn du dir die Ehre gibst, ein Stück von mir zu spielen, dann spiel bitte das was dasteht oder spiel etwas anderes. Denn nur Chopin hat das Recht Chopin zu spielen".

 

Daraufhin war Liszt etwas gekränkt und sagte zu Chopin: ,,Dann spiel doch selbst". Als sich Chopin an den Flügel setzte wurde die Kerze von einem Nachtfalter gelöscht. Diese sollte auch nicht mehr angezündet werden, denn Chopin wollte im faden Mondlicht spielen. Liszt ging darauf hin zu ihm und flüsterte etwas in Chopins Ohr und setzte sich selbst an den Flügel.

 

Als die Kerzen danach wieder angezündet wurden, sagten die Zuhörer: ,,Wie, Sie Lieber Liszt sind es? Wir glaubten Chopin hätte gespielt". Daraufhin meinte Liszt: ,,

Sehen Sie, Liszt kann Chopin sein, wenn er will, aber kann Chopin auch Liszt sein?". Das war eine Herausforderung, aber Chopin wagte nicht, darauf einzugehen. Das war sozusagen die Rache von Liszt. Dieser kleine Bericht stammt von einem Poeten, der unter den Zuhörern verweilte.

 

Etwas besonderes war auch das nächste Stück ,,Libertango" vom Tangokomponisten Astor Piazzolla, arrangiert von Stephan Schappe´. Weitere Stücke gab es zu hören ,,Sorry seems to be the hardest word" (Elton John), Toccata es-moll (Aram Khatchaturian)  und andere. Und am Ende gab es noch einige Zugaben für das begeisterte Publikum, denn das Programm von Schappe´traf voll den Geschmack der Zuhörer. Und was gibt es schöneres für einen Künstler als einen rauschenden Applaus mit einem Da capo. (noch einmal). 

Text, Bilder: Isabelle Möller

 

 

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