Neue Saison, Neue Wege - Die Trainer der SF Güdesweiler

Gemeinde Oberthal

Neue Saison. Neue Wege. Neue Trainer. Frank Backes übernimmt die SFG und bringt Tim Roob als Co-Trainer mit. Harald Bermes kehrt als Torwarttrainer zurück und Peter Jakobs 

 

 

 

bleibt uns weiter erhalten.

Wir sind immer wieder froh und glücklich, wenn wir Menschen für die SFG begeistern können, deren Wurzeln auch einst im Güdesweiler Bann ihre ersten Triebe geschlagen haben. Selbstverständlich erfreuen wir uns auch an Zugängen, die aus dem Umland kommen und vor allem setzen wir alles dran, diese bestens zu integrieren. Und mit Stolz können wir behaupten, das uns dies schon oft gelungen ist.

Nun bekommen wir die Gelegenheit einen neuen Mann in die große Familie der SFG zu integrieren und zumindest eine Hälfte seiner Familie stammt aus Güdesweiler. Denn Frank Backes wird der neue Trainer unserer Mannschaft und sein Vater wurde einst an der Gombach geboren. So entstammt unser zukünftiger Coach, der am 01. Juli 2020 das Zepter übernehmen wird, aus dem Hause „Mubbe“, wurde aber in der Groniger Talentschmiede der 80er Jahre, wo auch sein Elternhaus stand, zu einem richtig gutem Fubber ausgebildet.

Und so wurden auch die regionalen Größen recht schnell auf ihn aufmerksam und noch vor seiner aktiven Laufbahn wechselte Frank, 1973 geboren, in die A-Jugend des SV Rot-Weiß Hasborn. Der SC Alsweiler sicherte sich im Anschluss seine Dienste für vier Jahre, bevor er in die Heimat zum FC Gronig wechselte. Damals war der FCG ein hochmotivierter Club in der Landesliga und in den kommenden zwei Jahren spielten die „Mummerischer“ um die Meisterschaft, verpassten aber, jeweils als Vizemeister, immer knapp den Aufstieg in die Verbandsliga, zu dieser Zeit die höchste saarländische Spielklasse.

Für zwei Jahre wechselte er noch in die Verbandsliga zur TuS Steinbach, bevor, mit noch jungen 25 Jahren, der erste Trainerjob folgen sollte. Der SV Bliesen engagierte Frank als Spielertrainer für die kommenden sieben Jahre. 2003 gelang ihm dann der Aufstieg in die Bezirksliga. Unter anderen standen in diesem Team unserer späterer Spielertrainer Jan Morsch und Harald Bermes, der unsere Torhüter noch bis zum letzten Sommer trainierte.

Nach zwei Intermezzi beim 1.FC Niederkirchen und dem SV Baltersweiler zog es ihn zurück zu den Schanzern von der Blies. Weitere drei Jahren sollten folgen, bevor die heutige SG Nahe sich seine Dienste sicherte. Die unteren Gefilden des Fußballs sollten unbedingt verlassen werden. Mittlerweile war Frank mit 37 auch schon im fortgeschrittenen Fußballeralter angekommen und ein Totalschaden im Knie sollte diese Karriere nun beenden. Was seine Motivation jedoch nicht mindern sollte. Bei der SG Nahe sollten die größten Erfolge seiner Karriere gefeiert werden. Denn mit einem jungen und hungrigen Team gelang ihm der Durchmarch von der A-Klasse in die Landesliga.

Solche Erfolge wecken natürlich Begehrlichkeiten und so folgte er dem Ruf der SG Bostalsee und landete am Ende auf dem 5. Tabellenplatz. Es sollte bei einem Jahr bleiben. Das verkürzte Jahr in St. Wendel bedarf keiner Erwähnung. Im Sommer 2018 meldete sich dann die SG Ottweiler/Steinbach aus der Saarlandliga. Bedenkt man den mit heißer Nadel gestrickten Kader, denn es kann durchaus mal vorkommen, das Frank mit gerade einmal 11 Spielern zu den großen Clubs aus unserem Land fahren muss, dann darf das Engagement dort als recht erfolgreich angesehen werden.

Bedenkt man, dass ein Großteil der Übungsleiter in unseren Klassen gänzlich ohne Ausbildung und Lizenzen unterwegs ist, dann wird mit Frank Backes ein Trainer an die Gombach kommen, der über reichlich Lizenzen verfügt. Schon in der ersten Dekade in Bliesen erwarb er die C-Lizenz. Die Entscheidung Trainer zu werden kam nicht erst mit der ersten Clubanfrage. Schon nach der Jugend begann er Jugendmannschaften zu trainieren. So auch in Bliesen, wo er neben der ersten und zweiten Mannschaft auch die A-Jugend übernahm.

2012 besuchte er die DFB-Sportschule in Hennef um die Jugend Elite Lizenz zu erwerben. Denn neben allen Tätigkeiten bei den Aktiven, war Frank auch stets für die Jugend im Einsatz. So stellt er diverse Verbandsauswahlen zusammen und gehört zu den Stützpunkttrainern des Saarländischen Fuballverbandes in Braunshausen und koordiniert seit 2009 das DFB Mobil im Saarland. Dieses Engagement zeigt auch, das ihm die Arbeit mit jungen Spielern sehr am Herzen liegt und auch immer mit ein Garant dafür war, das er auf vielen Ebenen so erfolgreich war.

Das nun folgende Engagement bei der SFG bedeutet irgendwie auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. Frank stammt aus Gronig und lebt in Oberthal und zukünftig trainiert er Güdesweiler. Er vereint somit, zugegeben auf einer kleinen Ebene, auch unsere Gemeinde. Dies war mitunter auch ausschlaggebend sich für die SFG zu entscheiden. Ein junges Team, mit vielen Spielern aus Güdesweiler, Oberthal und Gronig. Jungs mit deren Vätern er schon aufgewachsen ist, Vereine die er seit Jugendtagen kennt und ein Umfeld in dem er heimisch ist.

Und egal wie das Seuchenjahr 2019/20 ausgehen wird. Egal ob wir die Klasse halten oder in der Bezirksliga spielen werden, einen Neustart wird es auf jeden Fall geben. Unser Kader bleibt erhalten und wird mitunter noch punktuell verstärkt werden. Einig hingegen sind wir, das Frank Backes jede Menge neuen Schwung in die Truppe bringen wird. Seine Truppen waren immer topfit, eine Grundvoraussetzung, die uns in diesem Jahr zum Verhängnis wurde.

»Die SFG hat ein Umfeld, welches fähig ist sich für ihren Club zu begeistern. Das habe ich jedesmal feststellen müssen, wenn ich früher hier zu Gast war. Und in diese Truppe steckt enormes Potenzial. Zwei Idealvorstellungen, die es mir leicht gemacht haben, der SFG zuzusagen.«

Ein erfolgreicher Spieler der Saarlandliga verstärkt das Team. Tim Roob wird Co-Trainer der SFG.

Unser zukünftiger Co-Trainer wird der Mittelfeldspieler Tim Roob werden. Tim kommt aus Winterbach und wohnt mittlerweile in Oberthal. Seine sportlichen Ausbildung absolvierte er in in Marpingen, wo er u.a. mit der B-Jugend die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga feierte. Zudem gewann er dort den Saarlandpokal und die saarländische Futsal-Meisterschaft.

Seine aktive Laufbahn begann dann in der Heimat in Winterbach und noch zu Zeiten als dort in der Landesliga gekickt wurde, was zum damaligen Zeitpunkt die heutige Verbandsliga NordOst war. Dann wagte Tim den Sprung zum VfL nach Primstal. Dort eroberte er schnell einen Stammplatz und feierte schon im ersten Jahr die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in Saarland’s höchste Spielklasse.

So absolvierte der 28-jährige seit der Saison 2013/14 rund 171 Spiele in der saarländischen Premiumliga, erzielte 38 Tore und bereitete viele weitere vor. Im letzten Sommer wechselte er dann zum Lokalrivalen nach Hasborn.

Der Studienrat agiert überwiegend im offensiven Mittelfeld und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er ein Spiel kontrollieren kann und weiß die Stürmer in Szene zu setzen. Somit wird er eine zentrale Position im neuen Gewand der SFG besetzen, welches ihm einen guten Überblick über das Spiel geben wird, was natürlich auch im Sinne des Trainers ist, der somit einen verlängerten Arm auf dem Feld haben wird. Tim zeichnet ich zudem damit aus, dass er immer und ständig in Bewegung bleibt, Bälle nicht verloren gibt und vor allem weiß, was es bedeutet nach hinten mitzuarbeiten.

Allein der Name Roob steht ja in unserer unmittelbaren Umgebung für den Fußball. Einen Roob gab es in den letzten Jahrzehnten immer irgendwo in einer erfolgreichen Mannschaft. Auch bei der SFG hat ein gleichnamiger Familienzweig der Roob‘s über lange Jahre gewirkt. Zuerst war es Erich, der sich vor allem als sehr erfolgreicher Vorsitzender einen Namen gemacht hat und später sein Sohn Jens, der als Spieler und Trainer bei uns seine Spuren hinterlassen hat.

Tim setzte diese Tradition, immer mit tatkräftiger Unterstützung seines Vaters, der selbstverständlich sein Talent aktiv gefördert hat, nun fort. »Mit dem Thema einmal selber Trainer zu werden beschäftige ich mich schon etwas länger, als aber der Anruf von Frank kam, wurde es zum ersten Mal konkret. Schlussendlich überzeugte mich auch der Club mit seinen klaren Vorstellungen und einer gesunden Philosophie, den ersten Schritt an der Seite eines überaus erfahrenen Trainers mit der SFG zu wagen. Und natürlich wäre es schöner dies auch im kommenden Jahr in der Landesliga zu tun, jedoch sehe ich keinen Grund zu zweifeln, dass dieses Team über ein großes Potenzial verfügt.«

Gerry is Back! Harald Bermes kehrt an die Gombach zurück.

Erfreulich ist auch die Tatsache, dass Harald Bermes zur SFG zurückkehrt. Mit Jan Morsch kam im Sommer 2017 auch ein Torwarttrainer an die Gombach. Recht schnell fand „Gerry“, wie er von allen liebevoll genannt wird, seinen Platz im Gefüge und der Hierarchie unserer Mannschaft und war auch stets ein verlässlicher Ansprechpartner für alle Spieler und nicht nur die Torleute.

Schon während seiner aktiven Laufbahn hütete Harald einmal das Tor der SFG. Später spielte er noch bei Saar 05 Saarbrücken, schloss sich dann dem SV Bliesen an, wo er unter Frank Backes auch Meister wurde. Nach der Saison 2018/19 beendete Harald zunächst sein Engagement bei uns, war aber recht schnell davon zu überzeugen, uns wieder zur Seite zu stehen. Zumal er auch gleich vier Torleute erheblich Dampf machen darf.

Der ewige Jakobs. Peter wird auch weiterhin die verlässliche Konstante im Trainerstab der SFG sein.

In einem Punkt ändert sich nichts, denn auch die Reserve, die für die SFG ein elementarer Teil der Mannschaft ist, wird immer ein unverzichtbarer Teil im Verein bleiben. Ohne Zweite keine Erste! Peter Jakobs, der sich seit einigen Jahren intensiv um die 2. Mannschaft kümmert, steht exakt dafür. Und wird auch weiterhin dafür einstehen, dass auch die Reserve immer perfekt betreut und gecoacht wird.

Die SFG darf sich also auf einen spannenden Neubeginn freuen. Vor allem wenn wir bedenken, dass wir den Kader bis auf eine Ausnahme zusammenhalten konnten, was letztendlich auch damit zu tun hatte, wer künftig die sportlichen Geschicke bestimmen wird.

Mögen uns auch Kritiker immer wieder vorwerfen, wir würden unsere Aussendarstellung in einen ähnlichen Fokus rücken, wie Proficlubs, so sei diesen an dieser Stelle folgendes gesagt. Wir, der Vorstand der SFG, haben unsere Ämter aus einem Grund übernommen. Wir stehen einem Verein vor, der mehr als nur Fußball spielt. Wir tragen mit dazu bei, dass das gesellschaftliche Leben in unserem Dorf funktioniert, denn unsere Bevölkerung möchte gerne weiterhin am Sonntag auf den Sportplatz pilgern, möchte Fußball schauen, möchte miterleben, wie unsere Jungs sich engagieren, möchten eine gute Stadionwurst, ein kühles Bier oder ein leckeres Stück Kuchen genießen.

Und das am liebsten mit anderen Menschen zusammen. Man möchte über das Spiel diskutieren, sich auch mal darüber freuen oder auch mal aufregen, dass es heut ein gutes oder weniger gutes Spiel war. Dieser Gedanke ist für jeden Ort unverzichtbar. Und damit das so bleibt, möchten wir unser Dorf darüber informieren, was bei uns los ist. Dafür stehen wir alle in diesem Verein. Wir nehmen unsere Verantwortung in diesem Ort wahr und wenn es sein muss, dann lassen wir uns dafür auch kritisieren. Das bringt Engagement mit sich, denn nur wer nichts macht, macht nichts verkehrt.

Jetzt liegt es an uns allen in diesem wunderbaren Verein, egal ob Spieler, Vorstand, Mitglieder oder Anhänger, ab dem kommenden Jahr unsere neuen Trainerstab tatkräftig zu unterstützen.

Dann steht das S auch wieder für Spektakel!

Text: Alexander Scheid

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    SFG'ler (Dienstag, 11 Februar 2020 10:41)

    Daumen hoch für alle Verantwortlichen