Präventive Maßnahmen: Veranstaltungsabsagen im Landkreis St.Wendel und Oberthal

Landkreis St.Wendel

Bisher gab es im Landkreis St. Wendel keinen bestätigten Coronavirus-Fall. Inzwischen heißt es aber, eine Frau aus der Gemeinde Freisen sei positiv getestet worden. Allerdings steht das Ergebnis noch aus. Sie 

 

 kam von einem Ski-Urlaub aus Südtirol. Um das Risiko auch weiterhin so gering wie möglich zu halten, haben sich der Landkreis St. Wendel und die kreisangehörigen Kommunen Freisen, Marpingen, Namborn, Nohfelden, Nonnweiler, Oberthal, 

St. Wendel und Tholey entschieden, folgende Veranstaltungen, welche in ihren Zuständigkeitsbereich fallen, zu verlegen bzw. abzusagen. Es handelt sich hierbei um eine rein präventive Maßnahme.

Betroffen sind folgende Veranstaltungen:

  • Sterne des St. Wendeler Landes, Dienstag, 10. März, 19 Uhr, Gemeindezentrum Bliesen;
  • Seniorenbegegnung Otzenhausen, Dienstag, 10. März, Pfarrheim Otzenhausen;
  • 24. Festival der Garden, Sonntag, 15. März, 13 Uhr, Sport- und Kulturhalle Theley;
  • Kinderkleiderbasar des Jugendbüros Nohfelden, Sonntag, 15. März, 13 Uhr, Halle des Schulzentrums Türkismühle;
  • Ü 50 Nachmittag, Sonntag, 15. März, 15 Uhr, Bürgerhaus Braunshausen;
  • 29. St. Wendeler Wirtschaftstag, Montag, 16. März, 19 Uhr, Saalbau St. Wendel;
  • 100 Jahre Saarland, 15 Jahre Völkerbundsverwaltung auch im Landkreis St. Wendel, Dienstag, 17. März, 19 Uhr, Cusanus-Gymnasium St. Wendel;
  • Tanztee mit Gasi, 22.März, 15 Uhr, Vereinshaus Lindscheid;
  • Gesundheitsmesse „Fit im Job“, Donnerstag, 26. März, Kulturzentrum St. Wendel-Alsfassen, 9 bis 16 Uhr;
  • Osterbasar Primstal, Sonntag, 29. März;
  • ZusammenKommen, Seniorenfest des Landkreises St. Wendel, Mittwoch, 8. April, 11.30 Uhr, Bliestalhalle Oberthal.

 

Um auf einen möglichen bestätigten Coronavirus-Fall im Landkreis St. Wendel bestmöglich vorbereitet zu sein, hat Landrat Udo Recktenwald den „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE) einberufen. Dieser setzt sich unter anderem aus Vertretern der Verwaltung, Fachberatern, der Polizei und des Marienkrankenhauses St. Wendel zusammen. Der SAE legt in enger Abstimmung mit den Kommunen, weiteren Einrichtungen wie dem saarländischen Gesundheits- und Bildungsministerium oder der Uni-Klinik Homburg regelmäßig Ablaufszenarien und Handlungspläne fest.

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Kommentare: 8
  • #1

    Franz Albert Paliot (Dienstag, 10 März 2020 19:15)

    Aufpassen sollte jeder, aber vor allem Menschen mit einem eh geschwächten Immunsystem. Für die meisten, von Ausnahmen abgesehen, ist das Coronavirus gesundheitlich offenbar kein Problem, wie es die Zahlen belegen. Die Grippe bspw. war und ist weit gefährlicher. Dafür wurden und werden so gut wie keine Veranstaltungen abgesagt oder allgemeine und flächendeckende Hausverbote erteilt.

    Unverständlich aber wird es ganz und gar, wenn Bischöfe das Benutzen von Weihwasser in den Kirchen untersagen wollen wie auch ein Verbot der Mundkommunion erlassen haben (Frage: ist die Handkommunion sicher?) und man das vor Ort auch eilig tut. Es ist ein Zeichen der Glaubenslosigkeit. Weihwasser ist für Vieles gut und hilfreich. Mit Weihwasser kann sich niemand anstecken und hat sich noch niemand jemals eine Krankheit zugezogen.

    In der verqueren Logik des Weihwasserverbotes müßten Bischöfe, Priester und Pfarrgemeinderäte jetzt doch verstärkt und medienwirksam zu Bittgebeten und Bußgottesdiensten aufrufen und zur Umkehr vom sündigen Leben. Das ist sowieso in der Fastenzeit besonders geboten.

  • #2

    JuStDe (Dienstag, 10 März 2020 20:05)

    Passionsspiele und Geißlerumzüge haben sie vergessen.
    Was gegen die Pest geholfen hat, wird auch mit Coronaviren fertig.

  • #3

    Dietmar G. (Mittwoch, 11 März 2020 09:01)

    Die Mundkommunion praktiziere ich schon einige Jahre. Es gab seitens der Bischöfe jetzt KEIN Verbot dieser Praxis. Vielmehr wird beim Empfang der Heiligen Eucharistie die Handkommunion lediglich empfohlen.

    Meine Überlegung ist Folgende:
    Würde der Priester/Kommunionhelfer z. B. bei der Mundkommunion meine Lippen berühren, könnte er in Gewissensnöte geraten, wie er die Kommunion weiter austeilen sollte. Daher hatte ich mich schon zur Handkommunion entschieden, bevor diese oben genannte Empfehlung kam.

    Beim Weihwasser ist nur eine Zurückhaltung bei der Nutzung des Weihwasserbeckens geraten, mehr nicht. Es gibt sehr wohl vielfältige Möglichkeiten, den Segen von Weihwasser den Gläubigen zugute kommen zu lassen.

    Es bedarf nicht unbedingt eines Priesters, um zu diversen Formen der Buße der Bittgebeten aufzurufen. Das können wir Gläubige auch selber unter uns regeln. Ein Laie der Kirchengemeinde kann hier einer Bußfeier oder einer Bittprozession leitend vorstehen.
    Warum sollten sich in schwierigen Zeiten nicht wieder unsere Glaubenskraft und unser Glaubenseifer gestärt zeigen?

  • #4

    Franz Albert Paliot (Mittwoch, 11 März 2020 10:40)

    Was wir jetzt erleben ist möglicherweise so etwas wie eine "Apokalypse", da ausdrücklich gesagt, behauptet wird, daß sich 60-80% aller Menschen in Deutschland anstecken werden. Man fragt sich jedoch wie diese Zahlen zustande kommen, aufgrund welcher Hypothesen und Berechnungen.
    Und wenn es so sein sollte, ergeben sich direkt andere Fragen. Bspw.: welchen Wert haben dann Versammlungsverbote- zur Zeit noch ab 1000 Personen und örtlich weniger- oder eine womöglich bald angeordnete weitgehende Selbstkasernierung der Bevölkerung? Es heißt, man wolle erreichen, daß sich die Zahl der angenommenen Infizierten dann auf einen längeren Zeitabschnitt erstrecken werde, so daß das Gesundheitssystem nicht völlig überlastet werde. Das klingt zwar einleuchtend und ist es sicher auch, aber für jeden Menschen persönlich ist das möglicherweise nur ein schwacher Trost m.Er.
    Wie lange, in welchem Zeitraum sollen Veranstaltungen ausfallen, Schulen usw. geschlossen bleiben? Wann bricht dann wirklich die Panik aus mit Hamsterkäufen und dem daraus wohl resultierenden Zusammenbruch der Versorgung für die meisten Menschen? Verschiedene Wirtschaftszweige sind bereits betroffen und es weitet sich aus auf immer mehr Branchen und dann berifft es auch irgendwann die Stabilität des Geldes.

    Da fehlen Anworten und auch die Politik in ihrer Art des Denkens kann sie nicht geben oder will sie noch nicht sofort geben, sondern nur scheibchenweise.

    Schlimmer als das Coronavirus scheint mir das geistige Virus zu sein, die geistige Krankheit/Umnachtung, die allgemeine Gottlosigkeit. Dagegen hilft aber persönliche Umkehr hin zu den Heilsgeboten des lebendigen wahren Gottes, beten, Buße tun usw. wie man aus der Geschichte der Epidemien sehen kann.
    "Bittet, betet, so wird euch gegeben; klopft an und es wird euch geöffnet werden." Welch eine Liebe und Fürsorge! In diesen trostreichen Worten Jesu Christi liegt eine große Chance in normalen Zeiten wie auch in den schwierigen. Gelobt sei Jesus Christus!

  • #5

    JuStDe (Mittwoch, 11 März 2020 11:19)

    Genau das Gegenteil zeigt die Geschichte.
    Bei der Pestepidemie 1347 in Europa, war es der von der Kirche geforderte tägliche Besuch der Messe und der Prozessionen, der wesentlich zur Verbreitung der Erreger beigetragen hat.
    Damals wußte man es nicht besser.
    Aber im Jahr 2020 ein Virus als Strafe Gottes anzusehen gegen das man nur entschlossen genug anbeten muß....
    da fehlen mir die Worte !!!!

  • #6

    Hofnarr (Mittwoch, 11 März 2020 11:59)

    Ich hoffe nicht, dass Worte fehlen werden. Man könnte sich sonst nicht weiter äußern.

    Was bringt uns ein solcher Vergleich mit der damaligen Pestsituation? Wieso hätten kirchliche Gebräuche einen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung der Pest geleistet? Es waren die damaligen hygienischen Verhältnisse bei sehr dichtem Zusammenleben von Mensch und Tier, was derart zu einer Pandemie führte.

    Wer einen christlichen Glauben hat, der weiß, dass es nicht eine "Strafe Gottes" sein kann. Gott ist der, der uns Menschen liebt!
    Eine Gesellschaft, die Gott eher leugnet und sich selber (im Egoismus) oder anderes zu seinem Götzen weiht, wird sich tendenziell eher dem Heil abwenden.

  • #7

    Franz Albert Paliot (Freitag, 13 März 2020 10:42)

    @JuStDe: Sie verwechseln hier einige Dinge. Jesus Christus ist der Sohn des lebendigen Gottes, der einzige Heiland und Erlöser.

    Er heilt und kann gesund machen, wenn man sich an ihn in Demut und Gebet hinwendet. Er muß aber nicht heilen. Es gibt keine Zwangsläufigkeit. Die Christen früher und heute wußten und wissen das, denn Gott ist der Herr über Leben und Tod. Niemand sonst, auch wenn sich Ideologen und Bösewichte das immer schon angemaßt hatten.
    Auch wenn Gott nicht immer einen Kranken genesen läßt, tut Er das aus Liebe.
    Viele Heilige wurden da nicht verschont, sondern hatten oftmals schwere Leiden gehabt. Diese hatten auch selbst um Leiden gebeten oder aufgeopfert zur Rettung der Menschen, zu deren ewigem Seelenheil. Niemand sonst, auch wenn sich Ideologen und Bösewichte das immer schon angemaßt hatten.
    Ohne das Gebet und die Hingabe zu Gott wäre alles noch weit schlimmer gekommen, bei den Pestepidemien aber auch der 2. Weltkrieg etwa hätte noch weit mehr Tod und Unheil gebracht. Es sind immer die Sünden, die Kriege und Unheil mit sich bringen. Deswegen ist es hilfreich umzukehren, immer wieder, um die Heilsgebote Gottes/Jesu Christi in ihrer ganzen Fülle zu befolgen- aus Liebe zu Gott und den Menschen und zum eigenen ewigen Seelenheil und das der Nächsten. Denn darauf kommt es an: in den Himmel, zu Gott zu kommen.

    Übrigens: das Hospitals- und Krankenhauswesen hat seine Ursprünge in dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe. Die Christen kümmerten sich von Anfang an um die Kranken. Das kannte die heidnische Antike nicht. Mitleid gab es da nicht. Und wenn das anderswo heute auch so ist, geht das darauf zurück.

  • #8

    JuStDe (Freitag, 13 März 2020 18:46)

    Ich glaube das alles nicht und bin der Meinung wir sollten hier allein auf die Wissenschaftler hören.