Töpfermarkt 2020 in Oberthal abgesagt - 8 neue Coronafälle im Landkreis St.Wendel

Gemeinde Oberthal

Am späten Mittwochnachmittag, 11. März, bestätigte die Virologie des Uni-Klinikums Homburg acht Coronavirus-Fälle im Landkreis St. Wendel. Es handelt sich um eine siebenköpfige Gruppe, die sich mutmaßlich im Skiurlaub in St. Anton 

 

(Österreich) infiziert hat sowie die Ehefrau einer dieser Personen. Den betroffenen Personen wurde umgehend häusliche Quarantäne angeordnet.
Momentan werden durch das Gesundheitsamt des Landkreises St. Wendel alle Kontaktpersonen der Erkrankten ermittelt.

 

Je nach Art und Umfang des Kontaktes werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die betroffenen Personen stammen aus den Gemeinden Namborn (4), Oberthal (1) sowie der Kreisstadt St. Wendel (3). Die Bürgermeister wurden informiert. Landrat Udo Recktenwald: „Nachdem wir den positiven Befund aus Homburg erhalten haben, wurden sofort alle notwendigen Schritte eingeleitet.

 

Ziel ist es, eine weitere Verbreitung zu unterbinden, die Infektionsketten zu unterbrechen. Dank der schnellen Reaktion aller beteiligten Stellen, allen voran unseres Gesundheitsamtes, und dank unserer erprobten und zuverlässigen Kommunikations- und Handlungsabläufe sind wir zuversichtlich, dass wir eine weitere Ausbreitung möglichst verhindern werden.

 

Wichtig ist jetzt für alle Betroffenen und Beteiligten, einen kühlen Kopf zu bewahren und den Anweisungen und Empfehlungen der Fachleute zu folgen. Gleiches gilt für die Bevölkerung: Es besteht kein Grund zur Panik. Wir alle sind allerdings gefordert, die vorgeschriebenen Hygienevorschriften einzuhalten und uns im öffentlichen Raum umsichtig zu verhalten.


Bereits vor über einer Woche hat Landrat Udo Recktenwald den „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE) einberufen, um auf einen Coronoavirus-Fall im Landkreis St. Wendel bestmöglich vorbereitet zu sein. Der SAE setzt sich unter anderem aus Vertretern der Verwaltung, Fachberatern, der Polizei und des Marienkrankenhauses St. Wendel zusammen und legt in enger Abstimmung mit den Kommunen, weiteren Einrichtungen wie dem saarländischen Gesundheits- und Bildungsministerium oder der Uni-Klinik Homburg regelmäßig Ablaufszenarien und Handlungspläne fest.

 

Unterdessen hat die Landesregierung am Mittwochmorgen, 11. März, beschlossen, wegen der Corona-Infektionen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern im Saarland abzusagen. Die Verfügung gilt ab Mittwochabend, 18 Uhr, und besitzt ohne zeitliche Befristung bis auf weiteres Gültigkeit.

 

Aufgrund dieser Verfügung, insbesondere aber auch als vorbeugende Maßnahme aufgrund der beschleunigten Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland sagen die Gemeinde Oberthal und der Handwerker- und Gewerbeverein Oberthal (HGV) den Töpfer- und Keramikmarkt für dieses Jahr ab.

Geplant war diese Traditionsveranstaltung für das erste Maiwochenende, am Samstag, 2. Mai, am und Sonntag, 3. Mai 2020, in der Oberthaler Ortsmitte.
In den vergangenen Jahren zog der Markt stets bis zu 10.000 Besucher aus dem ganzen Saarland und benachbarten Landkreisen in Rheinland-Pfalz an.

 

„Durch die Verfügung seitens der Landesregierung ist jetzt für solche Großveranstaltungen auch eine klare Regelung getroffen. Dennoch fällt es einem schon sehr schwer, eine solche Traditionsveranstaltung, in die wir auch bereits sehr viel Arbeit und Mühe investiert haben, absagen zu müssen. Aber Sicherheit, Gesundheit und Wohlergehen der Besucher und auch der Aussteller und der vielen ehrenamtlichen Helfer haben absolute Priorität“, so die Begründung von Bürgermeister Stephan Rausch und Axel Haab, dem Vorsitzenden des HGV, für die jetzt getroffene Entscheidung.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0