Ansprache von Bürgermeister Stephan Rausch in Bezug auf den Corona-Virus

Gemeinde Oberthal

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie Sie über die Medienberichterstattung in den letzten Tagen gewiss intensiv mit verfolgt haben, gibt es nun auch verstärkt in Deutschland und auch im Saarland 

 

 

Infektionen mit dem Covid-19-Virus („Corona-Virus“).  Diese werden in den kommenden Tagen und Wochen aller Voraussicht nach weiter zunehmen. Viele von Ihnen haben die Entwicklungen in der letzten Zeit sicherlich verunsichert. Ich möchte ihnen aber versichern, dass trotz aller Gefahren durch das Virus, die man natürlich keineswegs verharmlosen darf, kein Grund zur Panik besteht .

 

In den frühen Morgenstunden erreichte uns heute die Nachricht, dass der Ministerrat des Saarlandes in einer Sondersitzung am Freitagmorgen, 13. März 2020, beschlossen hat, alle Schulen und Kindertagesstätten im Saarland ab Montag,  den 16. März 2020 zu schließen.

 

Aus diesem Anlass hat auch die Gemeindeverwaltung wichtige Maßnahmen ergriffen, um die Ausweitung des Corona-Virus möglichst einzuschränken. Als erste Anweisung hat die Gemeindeverwaltung entschieden, dass ab dem kommenden Montag, 16. März 2020 auch öffentlichen Einrichtungen wie die Schulturnhalle und die Bliestalhalle in Oberthal, das Dorfgemeinschaftshaus in Gronig und die Turnhalle in Güdesweiler für jegliche Nutzung geschlossen sind.

 

Die Nutzung dieser öffentlichen Räumlichkeiten wird ab dem genannten Zeitpunkt bis auf weiteres untersagt. Natürlich haben wir auch zahlreiche Vereine, die ihre Vereinsaktivitäten in eigenen Räumlichkeiten –sei es im Eigentum oder in angemieteten Räumlichkeiten – abhalten. Hier  appelliere ich an die Vereinsverantwortlichen abzuwägen, ob hier nicht auch bis auf weiteres Treffen, Proben und Zusammenkünfte eingestellt werden, um hierdurch auch einen wichtigen Beitrag dazu zu leisten, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen bzw. einzudämmen. 

 

Inzwischen haben mich auch zahlreiche Informationen von Vereinen und Verbänden erreicht, die angesichts der aktuellen Entwicklungen Mitgliederversammlungen oder sonstige Vereinsveranstaltungen abgesagt haben.  Die Vereinsverantwortlichen können uns hier gerne auch schriftliche Informationen an unsere Mailadresse rathaus@oberthal.de zusenden. Dann werden wir Ihre Vereinsinfos auch gerne auf unserer Homepage oder auf der Facebook-Seite der Gemeinde Oberthal veröffentlichen.

 

Für den Bereich der Rathauses und des Gemeindebauhofes haben wir die notwendigen Schritte so geregelt, dass alle Anliegen und Belange der Bürgerinnen und Bürger weiterhin erledigt werden können. Natürlich kann auch uns als Beschäftigte in der Gemeindeverwaltung oder beim Bauhof eine Erkrankung durch das Virus ereilen. Daher sind die personellen Regelungen jetzt so getroffen, dass nur ein Teil der Beschäftigten vor Ort in der Verwaltung und beim Bauhof im Dienst sind.

 

Die übrigen Mitarbeiter sind durch „Heimarbeit“ und digitale Lösungen weiterhin zuhause „im Dienst“, kommen durch diese Lösung einer Teambildung aber nicht mit den Kolleginnen und Kollegen in direkten persönlichen Kontakt. Nach einer Frist von 14 Tagen (hier haben wir uns an der Inkubationszeit orientiert) wechseln die Teams. Durch diese Schaffung einer personellen Redundanz wollen wir gewährleisten, dass im Falle einer Erkrankung einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters nicht die gesamte Verwaltung oder der Bauhof durch die Anordnung einer häuslichen Quarantäne geschlossen werden müssen.

 

Somit sind wir auch für den Fall einer Erkrankung innerhalb unseres Teams  gewappnet; eine Schließung von Verwaltung und Bauhof können damit vermieden werden und wir stehen den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin für ihre Anliegen als Ansprechpartner zur Verfügung. Dennoch wäre es uns sehr wichtig, wenn Sie uns nach Möglichkeit zur Vorbeugung einer Ansteckung nur in dringenden Fällen persönlich auf der Verwaltung aufsuchen. Sie sollten im Einzelfall abwägen, ob ihr Anliegen eventuell auch durch ein Telefongespräch oder durch Zusendung einer Email geklärt werden kann.

 

Bitte tragen Sie durch Ihr verantwortungsvolles Handeln mit dazu bei, eine Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu vermeiden. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Die zuständigen Stellen in Bund, Land und Kommunen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und tun Alles, um eine Ausbreitung einzudämmen. Damit einer möglichen gegenseitigen Ansteckung entgegen gewirkt werden kann, verzichten auch unsere Feuerwehren mittlerweile auf Übungen und andere gemeinsame Versammlungen, um im Ernstfall in voller Einsatzstärke ausrücken zu können. Und auch in der Verwaltung werden in den kommenden Wochen weiterhin regelmäßige Treffen stattfinden, um die aktuelle Lage zu sondieren und dementsprechend zu reagieren.

 

Hinsichtlich der Schließung von Schulen und Kindergärten und einer möglichen Notfallbetreuung liegen uns zum jetzigen Zeitpunkt noch keine neuen Informationen seitens des Bildungsministeriums vor. Über jegliche Neuerungen werde ich umgehend über die Homepage der Gemeinde und auch über die sozialen Medien informieren.  

Ich darf Sie bitten, ruhig und besonnen mit der derzeitigen Situation umzugehen und sich regelmäßig über die regionalen Nachrichten zu informieren.

 

Dort werden regelmäßig aktualisierte Handlungsempfehlungen und Hinweise veröffentlicht. Sie dürfen versichert sein, dass alle Verantwortlichen in Bund, Land und Kommunen alles in ihrer Macht stehende tun, um die Ausbreitung des Virus so gut als möglich zu verhindern.

 

Angelehnt an die allgemeinen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts möchten ich  Ihnen die nach-folgenden Hinweise geben mit der Bitte diese zu beachten:

-        Wenn Sie Anzeichen einer Erkältung wie Fieber, Husten, Schnupfen bemerken, Sie oder ein direkter Familienangehöriger nicht in einem Risikogebiet waren und auch keinen Kontakt zur einem Coronavirus-Erkrankten hatten, sollten Sie wie sonst üblich bei Erkältungskrankheiten vorgehen.

 

-        Sollte sich das Gesundheitsamt bei Ihnen melden weil Sie oder ein direkter Familienangehöriger sich in den letzten Tagen in einem ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten oder Kontakt zu Personen mit festgestellten Infektionen hatten,  so folgen Sie bitte den Anweisungen der Behörden. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie bitte telefonisch bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt oder Ihrer Hausarztpraxis nach.

 

-        Wenn Sie oder ein direkter Familienangehöriger sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben, kontaktieren Sie bitte umgehend das örtlich zuständige Gesundheitsamt St. Wendel (Telefon: 06851/801-5555; erreichbar in der Zeit von 8:00 – 16:00 Uhr). Außerhalb der Öffnungszeiten bitten wir Sie, sich dann sofort telefonisch mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 oder mit ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen.

 

-        Zur Liste der Risikogebiete verweise ich auf die Seiten des Robert Koch Instituts: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html 

 

-        Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie hat für Fragen zum Corona-Virus auch eine Hotline-Nr. eingerichtet. Die Hotline ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 7.00 – 22.00 Uhr unter der Telefon-Nr. 0681/ 5014422 geschaltet.

Vielen Dank und bleiben Sie gesund!

 

Ihr Bürgermeister

Stephan Rausch

 

 

 

Kommentare: 24 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Dietmar G. (Samstag, 14 März 2020 09:07)

    Auch das Bistum Trier sagt öffentliche Veranstaltungen bis Ende März ab:
    https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bistum-sagt-oeffentliche-veranstaltungen-bis-ende-maerz-ab/

  • #2

    Hilli (Sonntag, 15 März 2020 08:31)

    Alles richtig gemacht,man muß nichts herausfordern, hoffe das wir das alles gut überstehen,wünsche jedem nur das Beste,passt auf euch auf

  • #3

    Leser (Montag, 16 März 2020)

    Hat die SPD auch Ideen wie man Corona eindämmen kann?

  • #4

    Gillesweller (Montag, 16 März 2020 13:31)

    Hat der Leser vielleicht eine Idee?

  • #5

    Gillesweiler Leser (Montag, 16 März 2020 20:52)

    Ortsvorsteher, die in Risikogebieten Ski fahren geben gute Vorbilder.. ja das waren ja erst drei Tage später erklärte Risikogebieten. Stimmt.. Absehbar für den geneigten Beobachter war das aber schon...

  • #6

    Leser (Dienstag, 17 März 2020 07:36)

    Meldet sich die SPD zu Wort?

  • #7

    Kenner (Dienstag, 17 März 2020)

    Der Bürgermeister der Gemeinde Oberthal und unser Landrat haben die Situation bestens im Griff. Ich mache mir keinerlei Sorgen! Es müssen sich nur alle daran halten...

  • #8

    Aufmerksamer Leser (Dienstag, 17 März 2020 15:56)

    Genau richtig, auch Ortsvorsteher, falls das oben geschriebene stimmt. Die Gerüchteküche brodelt

  • #9

    Berthold (Dienstag, 17 März 2020 20:07)

    Das oben geschriebene stimmt leider..unfassbar.

  • #10

    Skifahrer (Donnerstag, 19 März 2020 10:33)

    Tradition ist Tradition

  • #11

    Leser (Donnerstag, 19 März 2020 14:16)

    Der Ortsvorsteher ist doch nur mitgefahren und hat diesen Urlaub doch nicht organisiert...

  • #12

    Skifahrer (Donnerstag, 19 März 2020 16:58)

    @ Leser : achso nur ein Mitfahrer und damit per Definition unbeteiligt? hoffentlich weiß das Coronavirus das auch und nimmt etwas Rücksicht...
    Dann kann uns ja nix mehr passieren...

  • #13

    R.G. (Donnerstag, 19 März 2020 21:22)

    Die ersten Fälle im Saarland kamen alle durch Personen die im Skiurlaub waren,danke dafür. Warum fährt man in solche Gebiete? Sind scheinbar das Geld und der Egoismus wichtiger

  • #14

    Leser (Donnerstag, 19 März 2020 21:54)

    Der Vater des Ortsvorstehers hat wohl den Urlaub organisiert mit Hilfe des Bruders. Nicht der Ortsvorsteher

  • #15

    Aufmerksamer Leser (Freitag, 20 März 2020 18:58)

    R.G. , Topp, so sehe ich das auch, erinnert mich an meine Kindheit wenn mann den Teller nicht leerte: Was off de Teller kommd, wädd gess. Im Umkehrschluss: Ich habe für eine Reise bezahlt, also muss ich hin. Wer die Reise organisiert hat ist doch vollkommen egal, ich kann mich nicht hinter einer anderen Person verstecken, wenn ich solch ein Amt ausübe. Es wäre zu prüfen, ob man dann noch für ein solches Amt die geeignete Person ist. Konsequent wäre es, das Amt niederzulegen. Dann würde ich meinen Hut ziehen

  • #16

    Berthold (Samstag, 21 März 2020 13:18)

    Klasse geschrieben.

  • #17

    GL (Sonntag, 22 März 2020 22:30)

    Ein Rücktritt wäre das Beste für alle...

  • #18

    stiller Beobachter (Montag, 23 März 2020 08:56)

    Rücktritt? Format? Verantwortungsbewusstes und -volles Handeln...bitte doch nicht solche Forderungen in so kritischen Zeiten ...
    Und wenn schon? Wer kann den gleichen Unterhaltungswert bieten?

  • #19

    Werner Backes (Sonntag, 29 März 2020 18:26)

    Hallo ihr alle, vor allem die anonymen, die sich, wie immer hinter einem Deckmantel (falscher Name) verstecken.
    @ Leser.... Genau richtig, dass ich diese Fahrt organisiert habe. Und das schon seit 19 Jahren.

    Ich finde es sehr befremdet wenn hier Sachen dargestellt werden, und man die Hintergründe überhaupt nicht kennt. Daher wende ich mich erst heute, nach 14 Tagen an Sie.
    1. vor unserer Reise ins Montafon zum Skifahren habe ich mich als Reiseleiter neben dem Tourismusverband auch mit der Gesundheitsbehörde sowie unserer Vermieterin im Montafon kurzgeschlossen und mir versichern lassen dass im gesamten Montafon zu diesem Zeitpunkt keinerlei Fälle von Corana vorhanden waren. Dies auch noch am Tag der Abreise morgens um8:30 Uhr.
    Von allen Stellen würde mir dies, wie oben beschrieben versichert.

    PS.
    Für alle die, welche Montafon ( Schruns) und Ischgl miteinander auf eine Ebene stelle.
    Das eine ist Vorarlberg.... Und das andere (Ischgl) ist Tirol. Das ist das gleiche wie Saarland und Rheinland Pfalz.

    2. Wir, die gesamte Truppe übernächtigt auf einer Berg-Hütte, außerhalb von Tschagguns wo wir komplett unter uns waren. Lediglich zum Skifahren und Wandern bzw. Huggen.... Waren wir außerhalb der Hütte. Alle Personen die an dieser Fahrt teilgenommen haben besitzen einen gesunden Menschenverstand und wussten, dass ein Sicherheitsabstand von 2 Metern einzuhalten ist.

    3. Es wurde von mir ausdrücklich darauf hingewiesen dass keine Kneipen mit Menschenansammlungen besucht werden sollen. Darüberhinaus wurde der Apres Ski Tag abgesagt. dieser fand auf unserer Hütte nur unter uns statt.

    4. Nach nun 14 Tagen seit unserer Rückkehr kann ich nun sagen dass sich aus unserer Gruppe 3 Personen auf persönlichen Wunsch haben testen lassen. ALLE, und das sind 39 Personen sind negativ und haben keinerlei Symtome.

    Was mich persönlich erschüttert ist, dass von uns angenommen wird wir wären aus Profit und Gier gefahren.
    Bei unserer Fahrt verdient außer dem Busunternehmen und unserer Vermieterin keiner einen Cent. Diese Fahrt ist reines Privatvergügen und es steht auch kein Verein dahinter.
    Daher auch der Name... Ski- Wander und Hugger Freunde. Die Betonung liegt auf FREUNDE.
    Lediglich ich organisiere diese Tour.
    Sie können mir glauben. wenn am Tag unserer Abfahrt (15.03.) mir die Gesundheitsbehörde mitgeteilt hätte dass es riskant gewesen wäre, so hätte ich um 9:00 Uhr die Reise noch abgesagt.
    Soviel Verstand habe ich noch.

    Sollte irgendjemand zu unser Fahrt, sei es aus Intersse oder sogar NEUGIER noch etwas wissen wollen, so kann er sich gerne, aber bitte mit richtigem Namen und nicht unter dem Deckmantel der Anonymität, gerne an mich wenden.

    in diesem Sinne wünsche ich allen..

    BLEIBEN SIE GESUND

    Werner Backes

  • #20

    Werner Backes (Sonntag, 29 März 2020 18:41)

    Fehlerteufel hat sich eingeschlichen.
    Tag unserer Abfahrt war nicht der 15.03. sondern der 11.03.2020

  • #21

    Leser (Montag, 30 März 2020)

    na Gott sei dank, hust hust

  • #22

    Berthold (Montag, 30 März 2020 15:45)

    Eine kurze Nachfrage..vetstehe das nicht so ganz,3 aus der Gruppe haben sich testen lassen,woher weiß man dann,dass die komplette Gruppe mit 39 Leuten negativ ist?Gruß Berthold.

  • #23

    R.G. (Montag, 30 März 2020 16:23)

    Was Sie hier schreiben hört sich leichtsinnig und fahrlässig an. Nur 3 Personen? Na klar das heißt 3 von 39 negativ=alle negativ -.- "übernächtigt" ist das richtige Stichwort, vielleicht einfach zu übernächtigt vom Après Ski um klar zu denken...

  • #24

    Isabelle (Montag, 30 März 2020 21:31)

    Ich denke nun ist genug gesagt, Werner hat Stellung bezogen, dass sollte man so auch akzeptieren, weitere Beleidigungen bringen keinen hier weiter, deswegen schließe ich die Kommentarfunktion......