Welche Geschäfte bleiben geöffnet, welche werden schließen?

St.Wendel

Zahlreiche Geschäfte und Einrichtungen des öffentlichen Lebens bleiben im Saarland ab Mittwoch zu. Damit will die Landesregierung das Coronavirus eindämmen. Allerdings bleiben 

 

Geschäfte für Lebensmittel und des täglichen Bedarfs offen. 

 

DIESE GESCHÄFTE BLEIBEN OFFEN

Zahlreiche Geschäfte sollen trotz des so genannten "Shutdowns" geöffnet bleiben:

  • Lebensmittelläden,
  • Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste,
  • Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien,
  • Tankstellen,
  • Banken und Sparkassen, Poststellen,
  • Friseure, Reinigungen, Waschsalons,
  • Zeitungsverkauf,
  • Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel.

 

Dienstleister und Handwerker dürfen ebenfalls weiter arbeiten.

Ministerpräsident Tobias Hans sprach sich für längere Öffnungszeiten aus, unter der Woche und sonntags. "Wir wollen ermöglichen, dass länger eingekauft werden kann", sagte Hans. An Werktagen schlug er vor, Geschäfte bis 22.00 Uhr zu öffnen, sonntags bis 15.00 Uhr.

RESTAURANTS TEILS OFFEN, UNIS ZU

Zahlreiche Einrichtungen schließen. Bars, Clubs, Kneipen, Diskotheken, Theater, Konzerthäuser, Museen bleiben zu. Ebenso Spielhallen, Wettannahmestellen, Bordelle und ähnliche Einrichtungen. Auch der Sportbetrieb in Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Läden darf nicht mehr stattfinden.

Restaurants und Speisegaststätten sollen zumindest von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr offen bleiben dürfen. So sollen auch Menschen weiterhin Essen können, die sich sonst nicht gut mit Nahrung versorgen könnten.

Untersagt sind Angebote in Vereinen und Sport- und Freizeiteinrichtungen wie Spielplätze sowie Volkshochschulen, Musikschulen, Kirchen und Moscheen sowie Reisebusreisen. Der Studienbetrieb an den saarländischen Hochschulen wird bis zum 24. April ausgesetzt. In einzelnen, dringenden Fällen könnten wichtige Prüfungen per Videokonferenz stattfinden.

UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE WIRTSCHAFT

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) kündigte wegen zu erwartender Einschnitte umfangreiche Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft an. Die Hoffnung sei, mit harten Maßnahmen die Zeit zu verkürzen, bis es zum Normalbetrieb zurück ginge. "Wir nehmen die existenziellen Ängste ernst", sagte Rehlinger. "Wir werden niemanden damit alleine lassen."

Mögliche Maßnahmen, um die Wirtschaft zu stützen, seien etwa kleinere Steuervorauszahlungen und Liquiditätshilfen. Dazu komme das Sofortprogramm über 10 Millionen Euro. Die Hürden für das Kurzarbeitergeld sollen bereits rückwirkend ab März niedriger liegen, teilte Rehlinger mit.

GRENZEN GESCHLOSSEN

Wegen des Coronavirus hat Deutschland seit Montagmorgen seine Grenzen zu Frankreich, Luxemburg, Österreich, Dänemark und der Schweiz geschlossen. Ausnahmen gibt es für den Warenverkehr und Berufspendler, die im Saarland arbeiten.

Quelle: SR1

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