Landkreis St.Wendel ist Spitzenreiter in Corona Fällen

Bild von Thorsten Kremers: Dirk Schäfer operativer Leiter
Bild von Thorsten Kremers: Dirk Schäfer operativer Leiter

Landkreis St.Wendel

Ein Blick hinter die Kulissen, die Corona Manager im Krisenstab St.Wendel.

Unser Landkreis verzeichnet im Bundesvergleich eine Spitzenplatzierung anhand der 

 

Corona Fälle,  gemessen an der Einwohnerzahl von rund 87.400 Einwohnern: "Im Laufe des heutigen Tages sind die Fallzahlen von 26 auf 37 gestiegen zum Stand 17 Uhr. Insgesamt befinden sich somit zusammen mit den Umfeldpersonen derzeit 270 Menschen in angeordneter Quarantäne. Zusätzlich mit 'empfohlener häuslicher Absonderung', also freiwilliger Quarantäne, kommen nochmal rund 1.500 weitere Personen hinzu, so der operative Leiter Dirk Schäfer.

Ohne von diesem erst Tage später eintretenden und weniger rühmlichen Quarantäne-Rekord zu wissen, war der Landkreis schon von Anfang an sehr aktiv in vielen Bereichen. Auch innerhalb des Saarlandes gilt er als innovativ und mehrere Tage voraus in seinem Handeln. Ein exklusiver Einblick zeigt die Arbeit hinter den Kulissen einer Krise.

Der Leiter des Stabes, Landrat Udo Recktenwald, ist für ein Ausgehverbot für Menschen, die den Ernst der Lage nicht wahrnehmen wollen. Er hofft, dass diese in den kommenden Tagen folgt. "Unser Ziel muss es sein, die Kontakte zu minimieren, wir müssen aber auch unser Gesundheitssystem sichern. Auch Menschen ohne Corona sind auf Krankenhäuser angewiesen, die auch behandelt werden müssen."

Der Corona-Telefon-Hotline-Leiter des St. Wendeler Krisen-Stabes, Philipp Wagner, erklärt zum Thema Verunsicherung in der Bevölkerung: „Wir sind nicht zuständig für Überweisungen zu Testungen“. Entweder der Hausarzt schreibt eine Überweisung anhand der Corona-Symptome-Checkliste, oder er behandelt den Patienten aufgrund der normalen Grippe-Symptome. Der leitende Stabsarzt ergänzt, es müsse dann ein geeigneter Weg gefunden werden, ob dies in der Praxis oder bei Hausbesuchen geschehe.

Der operative Leiter des Stabes Dirk Schäfer zeigt die Karte der Fälle und Quarantäne. Eine andere Karte ist mit Orten für Notfall-Krankenhäusern markiert, die u.a. in Tunhallen oder Schulen entstehen können. Die Vorbereitungen laufen auch zusammen mit der Bundeswehr. Notfall-Krankenhäuser sollen künftig leichte Krankheitsfälle bearbeiten. Die schweren Erkrankungen bleiben künftig den originären Krankenhäusern vorbehalten.

Es bleibt jedoch die Aufgabe aller, durch sinnvolles Verhalten die Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern, um das System nicht an die Grenzen zu bringen...

von regioNews-Saar-Lor-Lux-Pfalz

Fotos: Thorsten Kremers

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