Die Altliga-Erweckungsbewegung Obergrongüdeswalborn a. Stein wurde ausgezeichnet.....

Gemeinde Oberthal

Mannhafte Vorbilder in Zeiten von Corona.

Die Altliga-Erweckungsbewegung wurde ausgezeichnet.

Wie uns soeben der Verband der saarländischen Präventionsabteilung  

zur Abwehr von coronamodifizierten Modebieren mitteilte wird die Trainingsgruppe »Freibier für Fußballgötter« mit dem Ehrenpreis »Abstandhalten beim Decken« ausgezeichnet. Die zusammengefasste Begründung der Jury lautete wie folgt:

„Die Altligisten der Trainingsgruppe Obergrongüdeswalborn am Stein haben sich in besonderer Art und Weise für die Einhaltung der Vorsorgemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Verbreitung verdient gemacht.«

 

Die hochkarätig besetzte Jury um Sergio Alleinikow, Roberto Ballaman und die international geschätzte Katrin Kitzler beobachten schon seit geraunter Zeit das lustige Treiben der Altinternationalen, die vorwiegend an der Gombach eine Spielwiese finden. Obgleich die Truppe lieber am Momberg einen echten Rasen malträtieren würde, müssen sie mit der Kunst vorlieb nehmen, da das dortige Grün groonisch gesperrt bleibt. In ihrem ausführlichen Statement haben die Jüristen detailliert erläutert, warum und weshalb der Preis in die Gemeinde Oberthal geht.

 

Gähnende Langweile herrscht derzeit bei den Altligisten....Zudem droht Gefahr durch eine Zunahme des Bauchumfanges, ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko für Leib und Leben...
Gähnende Langweile herrscht derzeit bei den Altligisten....Zudem droht Gefahr durch eine Zunahme des Bauchumfanges, ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko für Leib und Leben...

 

»Schon lange vor dem Ausbruch des Virus haben sie in vorbildlicher Weise die Einschränkungen im Bereich der persönlichen Kontakte eingehalten. Es trafen sich in der Regel nur 8 bis 10 Spieler beim wöchentlich Training.«

Dies führte nun aber, laut Quarantänegesetz des örtlichen Oberbürgermeisters dazu, dass vor allem einige der allzeit bereiten, also die trainingseifrigsten Streber, also die die früher auf dem Schulhof verschwadd worden wären, nun in einer Lebensabschnittsgemeinschaft die Zeit gemeinsam verbringen müssen. Dazu aber später mehr (Anm. der Redaktion) ...

Weiter heißt es in der Begründung: »Auch der direkte körperliche Kontakt wurde weitgehend vermieden. Das körperlose Spiel der angehend betagten Altgenies trug so dazu bei, sich den Virus vom Hals zu halten.« Bis auf wenige Kai-Christians, die auch die unnötigste aller Blutgrätschen nicht lassen können, haben sich alle daran gehalten.

Vorbildlich hervorzuheben sei noch die Spielweise während den Einheiten. »Da die Passquote, im Verhältnis zu Bundesligaprofis, eher knapp über dem letzten Wahlergebnis der SPD liegt, sind die Möglichkeiten einer Tröpfchenübertragung hier kaum gegeben.«

Auch das Spiel ohne Ball wurde gelobt, da es so gut wie gar nicht stattfindet. »Da der Begriff der Bewegungsfreiheit hier wörtlich zu nehmen ist, stellten die Juroren fest, dass sich viele auch daran halten und sich die Freiheit nehmen sich nicht zu bewegen. Die dadurch nicht entstehende Schweißausbrüche schränken somit auch indirekt die Virusübertragung deutlich ein.«

Der DFB hat die Preisverleihung mit Staunen zur Kenntnis genommen und es sind Überlegungen im Gange das Konzept bundesweit zu übernehmen. So will das Präsidium die Trainingsteilnehmer als Berater für die kommende Geistersaison in der Bundesliga einsetzen. Denn damit ließe sich auch das Problem des Zuschauerzuspruchs lösen. Es gäbe einfach keinen.

Aber das letztendlich entscheidende Faktum der Entscheidung wurde wie folgt begründet: »Da Altligisten ja quasi Traditionalisten sind, wird hier noch gerne mit der Seife geschrubbt. Sie fallen zu lassen, kann in anders gepolten Männergesellschaften schon mal zu staunenden Augen führen und ungewollten Virusschwangerschaften führen. Jedoch nicht hier. Sie haben vorsorglich erst einmal auf das Schrubben ganz verzichtet.

Dafür desinfizieren sie nach den Einheiten in gebührendem Abstand mit Erfolg und ausreichend ihre Kehlen, dem Ort von das Virus zuerst Station macht. Die dafür notwendigen Desinfektionsmittel werden zwar meist in Übermaßen verköstigt, was sich in diesem Fall aber als notwendig herausstellte. Somit wurde auch eine anschließende Übertragung auf die Gattin vorsorglich verhindert. Die übermäßigen Schwankungserscheinungen beim verlassen des Clubheims führen zum einen das Virus in die Irre und verhindern einen nächtlichen Übergriff der rolligen Gattin, die sich nun mal ungern an hängenden Geranien ergötzt.«

 

Die Preisvergabe wird jedoch vorläufig ausfallen müssen, da sich einige der Athleten in eine freiwillige Gruppenquarantäne begeben haben. Darüber und einen Besuch der Jurorin Katrin Kitzler berichten wir in der nächsten Ausgabe, wenn es wieder heißt: Decken in Zeiten von Corona!

 

Text: Alexander Scheid, Bilder veraltert: Isabelle Möller

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0