Ausbeutung der Erde in Zeiten von Klimawandel

Gemeinde Oberthal

Liebe Leser, Mein neuer Artikel befasst sich mit dem brisanten und allgegenwärtigen Thema: KLIMAWANDEL Speziell „ Land Grabbing“ und „ Flex- Crops „ Im 

Zusammenhang mit Privatinvestoren.

Land - Grabbing wird in den Staaten Lateinamerikas und auch in Südostasien von großen Investoren also von Multimillionären in brutaler und auch in menschenverachtender Weise durchgeführt. Weil es auf der Welt nicht genug  große Flächen zum Anbau von pflanzlichen Rohstoffen gibt, werden im großen Stil Waldflächen von diesen Investoren gekauft.

Das nennt man Land - Grabbing. Diese Multimillionäre, also das vermögenste Prozent, denen sowieso schon weltweit 30% des Gesamtvermögens gehört, investiert diese Gruppe seit der Jahrhundertwende verstärkt in den Agrarsektor. Dieser Kapitalfluss trägt direkt zur Entwaldung des globalen Südens bei, besonders in den Tropen und speziell im brasilianischen Amazonasgebiet dem Weltkulturerbe.
Durch diese rücksichtslose und brutale Abholzung im großen Stil in den Ländern Lateinamerikas, Kongo , Thailand und in Indonesien setzt nicht nur Kohlenstoff frei, sondern führt auch zum Verlust komplexer Ökosysteme , die dann katastrophale Folgen für unseren Planeten haben. Auf diesen brutal abgeholzten Waldflächen werden dann  Palmöl - Soja - Zuckerrohre- Kaffee- Tee und auch Kakao angebaut.
Betroffen sind hauptsächlich das von Kleinbauern gut erschlossene und fruchtbare Land. Brachflächen werden von diesen Leuten aus Kostengründen ignoriert. Bei dem Land - Grabbing wird natürlich auf den Wasserzugang für Boote und Schiffe geachtet.Die Beteiligung und die Entschädigung der betroffenen  Bauern ist in den meisten Fällen lächerlich und auch nicht gewollt.
Die Familien, die dort über Generationen ihr Einkommen hatten geben einfach auf, weil sie von der Landnahme überrollt wurden, Ihr ganzer Stolz und ihre Existenz ist ihnen gnadenlos genommen worden. Die korrupten Regierungen in diesen Ländern wie Brasilien und Indonesien ziehen diese charakterlosen Investoren magisch an.
Das meiste der angebauten Nahrungsmittel wird als Flex - Groups produziert. Die Nahrungsmittel wie Soja - Palmöl-und auch Zucker können auch als Futtermittel sowie für exportierbaren  Rohstoff und Treibstoff an der Börse gehandelt werden.
Nur 10% der angebauten Projekte werden als Nahrungsmittel eingesetzt.
In den darunterlegenden Schichten des gerodeten Gebietes befinden sich auch andere Rohstoffe wie Bauxit - Diamanten- Gold - Silber und auch Tantalerze. Grund genug zur rücksichtslosen Ausbeutung der Erde.
Die Universität in Bern hat eine Studie der letzten 20 Jahren veröffentlicht.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Zunahme des Vermögens reicher Privatpersonen und dem Zufluss ausländischer Direktinvestitionen in die Landwirtschaft. Privatinvestoren legen Ihr Kapital im Agrarsektor im globalen Süden an , weil die Erträge traditioneller Investitionen zurückgegangen sind.

Die Erkenntnis der Professoren lautet : „Die Konzentration des Vermögens in wenigen Händen trägt zur Abholzung in Entwicklungsländern bei.

Fazit für mich : Unser globales Ökosystem wird ohne Rücksicht auf nachfolgende Generationen der Menschheit durch pure Geldgier zerstört. Für uns Verbraucher gibt es nur eine Antwort: Auf Produkte aus diesen Ländern zu verzichten und auf Fair gehandelte Produkte und Marken zu achten. Fair - Trade

Bleiben Sie gesund.
Manfred Johann
Tischler und Meister

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Kommentare: 6
  • #1

    Isabelle (Sonntag, 31 Mai 2020 20:31)

    Und nicht nur das, das Ganze hat auch weitreichende Ökologische Folgen: Der Anbau der profitorientierten industriellen Großbetriebe erfolgt meist über Monokulturen. Ein großflächiger Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sind hier Gang und Gebe. Dadurch werden nicht nur Luft und Grundwasser vergiftet, sondern auch die Artenvielfalt der heimischen Tiere und Pflanzen massiv bedroht. So werden langfristig gesehen rund um die industriell bewirtschaftete Gebiete zahlreiche Tier- und Pflanzenarten aussterben.
    Die Bundesregierung hat 2016 einen „Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte“ erarbeitet, der nur Empfehlungen und Beratungsangebote enthält. Da sind andere Länder schon viel weiter wie Frankreich oder England.....Deutsche Unternehmen müssen gesetzlich verpflichtet werden, ihre Lieferketten zu prüfen, um Formen der Sklaverei und andere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern......und natürlich, auch wir sind gefordert und sollten mehr Produkte aus dem fairen Handel kaufen.....

  • #2

    Leser (Montag, 01 Juni 2020 00:14)

    Danke � für diesen super Artikel von einem weise Mann. Danke Manfred ��

  • #3

    RW (Montag, 01 Juni 2020 14:55)

    Wir Reichen in der " zivilisierten" " Welt könnten diesem Treiben schon ein Ende setzen indem hier Nichts mehr abgekauft wird !
    Aber wollen wir DAS wirklich ?
    Es wird wohl weiter bei gut gemeinten Bekundungen bleiben !
    System Change Not Climate Change!

  • #4

    Manfred Johann (Montag, 01 Juni 2020 16:30)

    Liebe Kommentar- Schreiber
    Herr Leser und Herr RW.
    Danke für Eure Kommentare. Ich lade euch Mal zu einer Tasse Kaffee
    ein, damit wir mal in einer gemütlichen Atmosphäre über die brisanten Themen: Sozialer Frieden und über den Klimawandel reden können. Bitte ohne Maske aber mit dem nötigen Abstand.
    Liebe Grüße.
    Manfred Johann
    Tischler und Meister

  • #5

    RW (Dienstag, 02 Juni 2020 08:06)

    Guter Vorschlag !
    Mittwoch, den 10.Juni 2020 um 16:00 Uhr in einem Oberthaler Kaffee. ( freie Wahl )
    Können nebenbei die Oberthaler Gastronomie unterstützen!

  • #6

    Manfred Johann (Sonntag, 07 Juni 2020 11:29)

    Sehr geehrter Herr RW
    Zwecks Termin am Mittwoch 10. 06 um 16.00 Uhr hier meine Handy Nr. 015112627850 wegen der Lokalität Vereinbarung.
    Gruß Manfred Johann
    Tischler und Meister