Josef Bier aus Oberthal prägte aktiv das Geschäfts- und Vereinsleben in unserer Gemeinde

Gemeinde Oberthal

 

 Einige werden Josef Bier aus Oberthal noch von Hören und Sagen kennen. Aber was hatte er mit Güdesweiler und Freisen zu tun? Und warum war er in Oberthal so bekannt? Als einen Teil meiner Verwandtschaft mütterlicherseits, habe ich ein

bisschen mal recherchiert und seine Lebensgeschichte aufgeschrieben:

Im Jahre 1986 feierte er als ältester männlicher Bürger der Gemeinde Oberthal noch seinen 95. Geburtstag ehe er am 28.11.1986 starb. 

 

Viele wissen sicherlich, dass der Name Bier aus Freisen kommt und so war es auch, dass Josef Bier als Sohn eines Pflasterermeisters in Freisen am 11.09.1891 geboren wurde. Er erlernte das Handwerk seines Vaters Nikolaus Bier und arbeitete als Gesell bei der Firma Reinshagen in Neunkirchen. Später besuchte er die Organistenschule in Trier. 

 

Nach seiner Prüfung blieb er zunächst als Organist in Trier und war zu gleicher Zeit dort Küster bis er 1913 nach Oberthal kam und bis 1921 als Organist, Küster und neuer Chorleiter des Kirchenchores in der Pfarrei Oberthal tätig war. Von 1916 bis 1918 wurde er dann als Soldat an die Westfront geschickt und dort als Kanonier verwundet. 

 

1919 wieder zurück heiratete er alsbald Maria Scherer aus Güdesweiler, die aus Millpetersch Haus im Mühlenweg in Güdesweiler stammte. Er übernahm 1921 das Geschäft seines Schwiegervaters Johann Scherer, der eine Mehl- und Futtermittelgroßhandel betrieb. 1935 eröffnete er zusätzlich in Oberthal ein Pflasterergeschäft, welches er 1955 seinem Sohn Hubert Bier übergab. 

 

Im zweiten Weltkrieg wurde Josef Bier erneut eingezogen und kam beim Bodenpersonal der Luftwaffe in Remagen in amerikanische Gefangenschaft. Auch war er Gründungsmitglied, Dirigent und Ehrendirigent des Musikvereins ,,Lyra" in Oberthal. Weiter war er Mitgründer des Jungmännergesangsverein, dem heutigen Männerchor Oberthal/Gronig. 

 

Und auch bei der Gründung des Handwerkervereins Oberthal war er mit dabei. Das er ein sehr aktiver Mensch und Macher war, erkannte man auch daran, dass er 5 Musikinstrumente beherrschte, wovon er am liebsten aber zur Trompete griff. Noch mit 92 Jahren spielte er in der Oberthaler Kirche die Orgel. Zu seinen Hobbys zählte wie sollte es auch anders sein, immer die Musik und der Gesang. 

 

Als 1959 seine Frau Maria starb, lebte er später bei seinem Sohn Hubert in der Bahnhofsstraße in Oberthal wo er liebevoll umsorgt wurde. Pfeifenrauchend erzählte er gerne von ,,Kaisers Zeiten", die er als junger Soldat mit erlebt hatte. Und Kaiser Wilhelm sah er tatsächlich bei einem Besuch in Trier. Am 28.11.1986 starb er in Oberthal. 

 

Auch interessant die Geschichte von Hubert Bier Senior, seinem Sohn, der im März 2020 verstarb. Und mit ihm dessen Sohn Hubert Bier Junior, der viel zu früh von uns gegangen ist. Er hat von Anfang an als Werbepartner die Saar-Heimat unterstützt. Danke Hubbi........

 

Bericht von Hubert Bier Senior:

 

 

https://www.saar-heimat.de/2017/02/01/so-hat-alles-angefangen-hubert-bier-senior-erz%C3%A4hlt-aus-seinem-leben/

 

Bericht aus Güdesweiler:

 

https://www.saar-heimat.de/2018/03/11/capitallia-der-capellen-zu-g%C3%BCttesweyller-1783-wurde-das-erste-geld-verliehen/

 

Bericht von Millpetersch Haus mit dem RTL Trödeltrupp in Güdesweiler:

 

https://www.saar-heimat.de/2017/03/07/der-tr%C3%B6deltrupp-mit-mauro-zog-viele-menschen-nach-g%C3%BCdesweiler/

 

Bericht von Hubert Bier Junior:

 

https://www.saar-heimat.de/2016/05/11/baustoffhandel-hubert-bier-schon-in-der-4-generation/

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Szenekenner (Mittwoch, 30 September 2020 10:08)

    ... und welcher war sein weiser Lieblingssatz beim Dämmerschoppen in der Bahnhofskneipe ?

    " Met Affe kann mer kää Welt offboue "

  • #2

    Hilli (Mittwoch, 30 September 2020 19:00)

    Den Satz habe nicht mehr gehörtseit er verstorben ist,kann mich noch gut an ihn erinnernimmer freundlich und konnte gut erzählen und zuhören