Gedanken von Manfred Johann zur Wirtschaftsmacht China - Die neue Seidenstraße

Gemeinde Oberthal

Liebe Leser, mein neuer Artikel befasst sich mit der Wirtschaftsmacht China. Projekt: ,,Die neue Seidenstraße".

 

Die legendäre alte Seidenstraße verband über Jahrhunderte durch verschiedene Netze von Karawanenwegen das Mittelmeer mit China. 200 Jahre vor Christi Geburt begannen die Chinesen in der Zeit der Han-Dynastie die Karawanenstraße von ihrer Hauptstadt Chang´an, in Richtung Westen auszubauen. Die Route 

 

 

 

führte über das Pamir-Hochgebirge, um an die bereits bestehenden Handelsstraßen in Zentralasien anzubinden.

Der Weg führte an der Wüste Gobi und dem Hochland Tibet, sowie der Wüste von Takla – Makan vorbei. Die Strecke der Seidenstraße umfasste eine Länge

von ca. 10 000 Kilometer.

 

Um die Strecke der Handelsroute zu bewältigen brauchte man damals etwa 6 – 7 Jahre. Aus China kam nicht nur Seide, Porzellan, Schwarzpulver und verschiedene kostbare Gewürze nach Europa, sondern auch Krankheitserreger wie zum Beispiel die Beulenpest.

 

Im 13. Jahrhundert kam die Beulenpest nach Europa und rottete fast ein Drittel der europäischen Bevölkerung aus. Im späteren Mittelalter wurden die meisten Güter über das Meer verschifft und verband somit auch die Länder Ostasien, Indien und Afrika mit Europa.

 

Die neue Seidenstraße:

Als Chinas Staats und Parteichef Xi-Jinping im September 2013 in Kasachstan eine Rede hielt und den chinesischen Plan vorstellte ging daraus hervor, dass er die legendäre Handelsroute der über 2000 Jahre alten Seidenstraße in Richtung Westen ausbauen und mit dreistelligen Milliardenbeträgen finanzieren will, war das für alle Anwesenden wie ein Paukenschlag.

 

Seit dieser Ankündigung musste doch jedem rational denkenden Politiker und Ökonomen in Europa klargeworden sein, was die Chinesen im Schilde führen.

Was steht hinter diesem Großprojekt? Die Schaffung neuer Märkte und neuer Transport-Korridore für chinesische Exporte und Aufträge.

 

Im Vordergrund steht, dass China seine Wirtschaftsmacht weiter ausbauen will.

Es werden für diese Trassen, seien es Straßen, Eisenbahnlinien oder der Ausbau von Häfen nur chinesische Firmen beauftragt. Die Chinesen investieren weltweit bis zum Jahr 2025 rund 1,2 Billionen Dollar, wovon ein Teil auch in das Seidenstraßen-Objekt fließt.

 

Deutsche und auch große europäische Baufirmen haben bei diesen Projekten keine Chance. Ja, sie stehen noch nicht einmal auf der Ausschreibungsliste. Große Firmen, wie Siemens erhalten eventuell mal einen Kleinauftrag zum Bau von 4 – 5 Kohlekraftwerke. Chemie-Konzerne wie Bayer – BASF und auch Höchst sind nicht ein einziges Mal aufgelistet um eventuell dort zu expandieren.

 

Deutschland und Europa sind in allen technischen Belangen für ein derart großes Projekt zu bearbeiten nicht in der Lage. Jegliche Finanzielle Unterstützungen sind in Europa nicht mehr zu finanzieren. Die Seidenstraße wird in den nächsten Jahren Kasachstan erreichen und bis zum Ural vordringen.

 

Der Bau der Trassen durch Kasachstan sind mit ca. 40 Milliarden Dollar veranschlagt. Wenn in diesem Land keine zusätzlichen Infrastrukturen eingeleitet werden, dient die Seidenstraße in Kasachstan und in Usbekistan nur als Transitstrecke für die Überproduktion chinesischer Waren in Richtung Europa.

 

Am Ural, dem Scheidepunkt zwischen Europa und Asien wird in der Stadt Orenburg kein Halt gemacht. Die Russen in diesem Gebiet sehen ihre Zukunft eher in Richtung Asien, als nach Westen zu Europa. Man wird abwarten, wie sich der russische Staatschef Putin verhält. Chinas Wirtschaftsmacht wird zusehends größer.

 

Die russische Wirtschaft ist schwach aufgestellt. Putin gibt sein Geld für militärische Stärke aus. Durch die amerikanischen und europäischen Sanktionen wird Russland noch zusätzlich geschwächt. Diese Situation führt in meinen Augen langfristig zu einer geopolitischen Verwerfung und letztendlich zu einer Katastrophe.

 

Die cleveren Chinesen bauen ihre Seidenstraße genau durch das Gebiet Kasachstan, wo große Erdölfelder und Agrarland noch ungenutzt brachliegen.

Die Deutschen kümmern sich immer mehr um kleinkarierte Politik und um das große politische Geschehen in den Ländern des Aufbruchs, wie China – Indien – Afrika und Südamerika wird sich nicht gekümmert.

 

Die Chinesen bauen in diesen Ländern die Infrastruktur aus. Wir, die Deutschen schauen zu und verkaufen auch noch unsere Firmen mit ihren Patenten an die Chinesen. Für mich ist diese Situation unhaltbar und führt langfristig zu einer wirtschaftlichen Katastrophe, weil wir unseren Sozialstaat in Zukunft nicht mehr finanzieren können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Manfred Johann

 

Tischler und Meister

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Kommentare: 7
  • #1

    Gudrun Möller (Donnerstag, 08 Oktober 2020 05:21)

    Danke für den Artikel. Sehr geehrter Meister Johann, es wird keine Katastrophe geben, Europa wird gerade umgebaut. In 3 Jahren sieht Europa ganz anders aus, wir werden immer noch leben. Wir schaffen das❗

  • #2

    Paul Matthias Henkes (Donnerstag, 08 Oktober 2020 07:37)

    Sehe ich auch so - aber... wer ist in D seit vielen Jahren in der Regierung? Diese Schlafnasen !!

  • #3

    Franz Albert Paliot (Donnerstag, 08 Oktober 2020 14:33)

    Zur VR China

    Die VR China galt bis vor kurzem oder auch noch bis jetzt als ein Entwicklungsland. Das kann sein- auf dem Land, in abgelegeneren Gebieten. Über der Stadt Beijing/Peking regiert der Smog. Insofern ist da noch viel zu tun, damit die Menschen dort normal ein- und ausatmen können. Da stehen die Spitzel und Agenten an jeder Straßenecke- die Angst regiert wie vormals im Ostblock. Die Kommunisten kennen keinen Spaß; Freiheit ein Fremdbegriff. Besser ist die Luft in Schanghai, in Meeresnähe. Es ist gigantisch, was da an Häusern hochgezogen worden ist, übrigens gegen den Widerstand vieler ihrer Bewohner, die ihre alten gemütlichen Stadtviertel nicht abreißen lassen wollten. Aber der Kommunismus kennt keine Menschenrechte. In Schanghai sind Heerscharen von jungen Männern aus Innerchina, um dort zu schuften- im wahrsten Sinne des Wortes. für Billigstlohn. Da wird gebaut Tag und Nacht und an 7 Tagen der Woche rund um die Uhr- nachts im Scheinwerferlicht. Sonntag gibts nicht; Arbeiterrechte: null!

    Noch etwas- aus einem Interview von Kardinal Gerhard Müller mit Breitbart, einem US-Nachrichtenportal. Der Kardinal sagt: „Das Ergebnis der US-Wahlen wird darüber entscheiden, ob die USA – zugunsten von Freiheit und Demokratie – die führende Weltmacht bleiben oder ob eine kommunistische Diktatur diese Rolle für die Weltgemeinschaft übernehmen wird.“ Ein Votum für Donald Trump.
    Mit Bezug auf China stellte Müller ausdrücklich fest: „China hat keine Vielfalt politischer Parteien, kein freies Parlament und keine demokratisch gewählte und daher rechtmäßige Regierung.“ Dann listete er einige Menschenrechtsverletzungen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh): „Keine Regierung hat das Recht, ihre Bürger willkürlich zu verhaften und sogar zu foltern, sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen, sie in Konzentrationslagern festzuhalten, sie zu ermorden, ihre Organe wie Ersatzteile zu ernten und sie auf dem Weltmarkt zu verkaufen“, sagte er in Anspielung auf gut dokumentierte KPCh-Praktiken bei Falun Gong-Praktizierenden, uigurischen Muslimen und anderen.
    Er stellte fest, dass Pekings Vorwurf der Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten für diejenigen, die seine Gräueltaten publik machen „eindeutig zurückgewiesen“ werden müsse. „Die Menschenrechte sind universell“. Deshalb müssen wir die Verbrechen der KPCh zur Verteidigung der Würde jedes Chinesen anprangern."

  • #4

    kai (Donnerstag, 08 Oktober 2020 17:19)

    ...da bin ich ja heilfroh, das trump präsident von gottes gnaden ist. hurra. Auch bin ich heilfroh, dass misstände in china durch die kath kirche angeprangert werden. mit solch einer haltung dürfte es ja dann nicht mehr lange dauern, bis die missbrauchsfälle durch katholische geistige durch ordentliche gerichte aufgeklärt werden. hurra.

  • #5

    Leser (Freitag, 09 Oktober 2020 08:40)

    Danke Manfred für deine tollen Berichte. Sie sind eine Bereicherung und der lehrhaft für uns alle. Ich finde ohne deine Berichte würden wir solche Dinge nie erfahren. Danke dafür, dass du deine Erfahrungen weitergibst.

  • #6

    Franz Albert Paliot (Montag, 12 Oktober 2020 11:50)

    Lieber kai, ist es nicht gut, daß es in Deutschland eine republikanische Demokratie gibt, nun ja, mit all den Fehlern und Mängeln wie sie schon allgemeinerweise Winston Churchill ansprach? Es gibt natürlich auch andere Regierungssysteme.
    In der VR China hätten Sie und ich und Herr Kardinal Müller ihre Beobachtungen und/oder Ansichten nicht äußern können ohne Gefahr zu laufen, verhört und ins Gefängnis gesteckt zu werden: siehe Honkong, Tibet, Ost-Turkestan, Unterdrückung der Katholiken und anderer. Wieso sollte Kardinal Müller darüber schweigen müssen? Sind Sie der kommunistische oder nazimäßige Oberzensor? Haben Sie mit Demokratie nichts am Hut?

    Donald Trump ist, Verehrter, kein Präsident von Gottes Gnaden, sondern ist insbesondere von den Arbeitern der USA gewählt worden. Das Establishment, reiche Bänker, Industrielle und Leute wie Bill Gates, die Rockefellers und George Soros, die Medien, dem die Demokraten der USA mehrheitlich zugehören, ist ein Feind der kleinen Leute wie auch von D. Trump, der diesen Kreisen nicht zugehört und deswegen von Ihnen angefeindet und bekämpft wird.

  • #7

    kai (Montag, 12 Oktober 2020 12:42)

    bereits in einem anderen thema habe ich ja ausgeführt, dass die meinungsfreiheit die äußerungen von vielfältigem quatsch zulässt. auch darf man sagen, das 1 und 1 gleich 3 ist. NUR man sollte nicht erwarten das jemand den quatsch glaubt. ähnlich oben, Sie sowie ser kardinal dürfen vieles sagen, nur dürfen sie nicht erwarten das dieser quatsch geglaubt und angenommen wird.
    Trump, Präsident der kleinen Leute :-DDD da lass ich mir doch gleich ein tshirt drucken.
    Bill Gates und zahlreiche Industrielle haben uns in kurzer zeit mehr Fortschritt beschert als die kath kirche seit christi geburt.