Neues aus der Gemeinde Oberthal von Bürgermeister Stephan Rausch

Gemeinde Oberthal

vor dem vergangenen Wochenende hatten sich im Landkreis St. Wendel durch den stetigen Anstieg derjenigen Personen, die am Corona-Virius erkrankt waren, die Fallzahlen und der damit einhergehende Inzidenzwert 

 

nochmals deutlich erhöht. In ganz Deutschland sind diese Entwicklungen zu verzeichnen und am Montag hat mit Hamburg auch die letzte deutsche Großstadt den Inzidenzwert von 50 überschritten. Ob die Inzidenz-Grenzzahlen richtig gewählt sind, weiß ich nicht. Aber was hilft es, wenn sie höher gesetzt werden?

 

Dann wird Zeit verloren, um Infektionen zu stoppen. Auch ein Blick auf unsere europäischen Nachbarländer, in denen vielfach erschreckend hohe Ansteckungszahlen auftreten, macht einen sehr nachdenklich. In den Herbstferien hatten sicherlich einige von uns doch noch mit einer Urlaubsreise ins Ausland oder auch innerhalb von Deutschland geliebäugelt, aber dieser Wunsch ist unter den jetzigen Gegebenheiten und restriktiven Einschränkungen nur schwer umsetzbar.

 

Es sind im Übrigen nicht nur größere Veranstaltungen und große Menschenansammlungen, die zu Infektionen führen. Wir erlebten dies auch im Landkreis St. Wendel und auch in den übrigen Bereichen des Saarlandes. Das Virus rückt uns immer öfter auf den Pelz, auch bei einzelnen Begegnungen und bei Treffen und Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis.

 

Im Saarland waren am Dienstagmorgen mit einer Ausnahme alle übrigen Landkreise und der Regionalverband als Risikogebiet ausgewiesen. Am Wochenende kam bei 4 Neuinfektionen am Samstag bzw. am Sonntag bei 13 neuen Krankheitsfällen im Landkreis St. Wendel so eine leichte Hoffnung auf Besserung auf, aber am Montagabend wurde durch insgesamt 24 neue Krankheitsfälle im Kreis und einen erneuten Anstieg des Inzidenzwertes dieser Hauch von Entspannung wieder zunichtegemacht.

 

Es gilt weiter Vorsicht walten zu lassen und sorgsam zu sein und die behördlichen Anweisungen seitens des Landes bzw. des Landkreises St. Wendel zu beachten. Deshalb sind die neuen Schutzregeln unverzichtbar. Dies einhalten zu wollen ist zugegebenermaßen allerdings nicht immer einfach. Das vergangene Wochenende hat uns dies deutlich vor Augen geführt. Zwei neu erlassene Rechtsverordnungen des Landes innerhalb von 24 Stunden; eine am Freitag und die folgende Verordnung dann schon am Samstagmorgen, in welcher nicht schlüssige Regelungen der vorherigen Rechtsverordnung korrigiert werden.

 

Und ergänzend hierzu kam dann ja auch noch die für den Landkreis St. Wendel erlassene Verordnung vom 17. Oktober, die dann am Sonntagabend um 20.00 Uhr in Kraft getreten ist. Da war es auch für uns „Insider“ nicht ganz einfach, den aktuell gültigen rechtlichen Rahmen immer vollständig parat zu haben, um Nachfragen aus der Bevölkerung dann auch rechtskonform beantworten zu können.

 

Diese Tage waren tatsächlich etwas hektisch, aber das Ziel muss klar sein: Wir wollen so gesund wie möglich durch diese Pandemie kommen! Also halten wir uns an die neuen Regeln, die seit dem Wochenende gelten. Sorgsam zu sein, Sorge zu tragen ist klug. 

Stephan Rausch, Bürgermeister

 

Aufruf zur Blutspende  der DRK-Ortsvereine aus Güdesweiler und aus Steinberg-Deckenhardt.

 

Bezüglich des Termins zur Blutspende am 26. Oktober 2020 in der Bliestalhalle in Oberthal. Trotz der Corona-Pandemie und aller damit verbundenen Risiken ist es außerordentlich wichtig, dass zur Versorgung von Patienten in ausreichendem Maße auf Blutkonserven zurückgegriffen werden kann.

 

Unsere DRK-Ortsvereine haben alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen wie Abstandsregeln und Hygienebestimmungen in ihren Planungen berücksichtigt, damit trotz Corona-Pandemie ein sicherer und gefahrloser Ablauf für alle freiwilligen Blutspender garantiert werden kann. Unterstützt die Arbeit des Deutschen Roten Kreuz und kommt zur Blutspende.

 

 

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Kommentare: 7
  • #1

    kai (Donnerstag, 22 Oktober 2020 14:48)

    mitlerweile hat sich der grenzwert „50“ ja schon als zu hoch herausgestellt. bei dem ansteckungsgeschehen bzw bei der geschwindigkeit und dynamik der virusverbreitung kommen die gesundheitsämter ja ab „35“ in den darauf folgenden tagen schon nicht mehr mit der nachverfolgung hinterher. ein hochsetzen des damals schon nicht aus der luft gegriffenen wertes macht die nachverfolgung dann obsolet. würde jeder die corona app installieren und nutzen könnte der wert sicherlich hoch gesetzt werden.

  • #2

    Franz Albert Paliot (Donnerstag, 22 Oktober 2020 16:27)

    Bürgermeister Rausch hat meiner Meinung nach die Bürgerschaft offen und umfassend wie möglich und nötig informiert. Dabei ist seine Sprache unaufgeregt und vorsichtig in der Wortwahl. Es ist beruhigend zu lesen, daß der Bürgermeister keine Verwirrung stiftet oder gar zu Panik beiträgt. Man merkt, daß er sich in der Verantwortung den Bürgern gegenüber sieht, wenn er von Sorgen und Vorsicht schreibt.
    Gut so Herr Bürgermeister Rausch, weiter so.

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    Meine kleine Ergänzung: diese Corona-Thematik und ihre Abwehr sollte man m.Er. nicht allein unter medizinischen und politischen Gesichtspunkten begreifen, sonst kommt es sehr schnell auch zu einer Überforderung von Ärzten und Politikern, ob man das anders sieht oder nicht. Ich meine, daß es nötig ist, gerade jetzt den Rosenkranz täglich zu beten, beichten zu gehen und versuchen die Sünden zu meiden. Man soll alle Probleme und Nöte dem Herrn Jesus und der seligen Jungfrau Maria in die Hände legen und einfach glauben.
    Ich würde mir von Pfarrern und anderen Geistlichen Aufrufe (Impulse wie es heute heißt) zu Gebet und Umkehr und zu einer Abkehr vom materialistischen Denken erwarten, um der Pandemie Einhalt zu gebieten.

  • #3

    R.L (Donnerstag, 22 Oktober 2020 16:31)

    Corona App wenn ich den Namen schon höre . So sicher wie die Wetter App.

  • #4

    Zeitungsleser (Freitag, 23 Oktober 2020)

    Es wird viel gesagt und geschrieben. Die meisten Menschen sind in großer Sorge. Was mich wundert, sind Ratschläge, z.B. auf unnötige Urlaubsreisen zu verzichten. Wenn man dann aber als Ratgeber selbst eine Urlaubsreise antritt, so fehlt mir dafür jegliches Verständnis. Meiner Meinung kann man in den meisten Regionen seinen Urlaub verbringen. Ich persönlich, vielleicht liege ich falsch, sehe darin kein Risiko. Als verantwortlicher Mahner und laufend schärfere Maßnahmen Androhender sehe ich die Sache sehr kritisch. Ich kann auf der einen Seite nicht den mahnenden Finger heben und dann selbst einen Familienurlaub antreten, der ihm auch gegönnt sei. Hier habe ich das Gefühl, dass Wasser gepredigt wird, aber doch lieber Wein trinkt. Ich habe da heute Morgen kopfschüttelnd einen Bericht in der Saarbrücker Zeitung gelesen.

  • #5

    Zeitungsleser (Freitag, 23 Oktober 2020 08:41)

    Sehe, dass ich paar Tippfehler eingebaut habe, bitte um Nachsicht

  • #6

    Bipode (Freitag, 23 Oktober 2020 11:40)

    Sehr geehrter Zeitungsleser
    Muss ich jetzt auch Zeitungsleser werden, um zu verstehen, wen Sie meinen? Andernfalls bestätigen Sie Ihren ersten Satz nur zu gut gut.

  • #7

    Ingeborg (Freitag, 23 Oktober 2020 13:03)

    Mich hat es beim Lesen der SZ zum Familienurlaub unseres Ministerpräsidenten ebenfalls vom Stuhl gehauen.
    Den Hinweis " er hat sich im Rahmen der Regeln bewegt "sollte man uns Bürgern ersparen.
    In schwierigen Lagen reicht es eben nicht einen guten Rhetorikkurs besucht zu haben.
    Als "Führer muss ich vorleben was ich vom einfachen Volk verlange; oder der Führer Gehr sehr bald alleine.