Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns im Saarland

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden bis zum 

31. Januar 2021 verlängert und sogar noch verschärft, 

 

wie der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans in einem ersten Statement am Dienstagabend per Video mitteilte. 

Das bedeutet: Der Einzelhandel bleibt geschlossen. Ausnahmen gelten für Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken. Dazu zählen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte; Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte und Großhandel. 

Schulen bleiben grundsätzlich geschlossen, oder die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen gelten. 

Kitas: Auch Kindertagesstätten bleiben grundsätzlich geschlossen. Es werde nun in der Landesregierung beraten, wie das umgesetzt werden solle. Kinder sollten nur restriktiv in die Betreuungsmöglichkeiten vor Ort gegeben werden, appellierte der Ministerpräsident. Als gute Nachricht, welches die Eltern auch entlasten werde, bezeichnete Hans die Aufstockung der Kinderkrankenscheintage um zehn zusätzliche Tage beziehungsweise 20 für Alleinerziehende.

Verschärft werden die Kontaktbeschränkungen: Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes mit maximal einer weiteren Person gestattet. ,,Das ist sehr hart. Das heißt im Grunde: Man bleibt wirklich am besten unter sich in seiner eigenen Familie, im eigenen Haushalt", so Hans. 

Die neue Regelung bezeichnete der Ministerpräsident als ,,eine erhebliche Belastung", die aber notwendig sei, um zu verhindern, dass eine dritte Welle auf uns zukommt. In solchen Situationen könne man grundsätzlich unter zwei Wegen wählen: Dem abwartenden, dass man zunächst schaue, wie sich die Infektionszahlen tatsächlich entwickelten und dann Entscheidungen treffen, und dem sehr viel vorsichtigeren Weg. ,,Wir haben uns für den vorsichtigeren Weg entschieden", sagte Hans. Dies sei der schwerere, der schmerzlichere Weg, der weitere Beeinträchtigungen persönlicher Freiheiten bedeutet."  

Ziel sei weiterhin die Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Zahlen seien immer noch zu hoch, sagte Hans. Der Lockdown könne aber erst beendet werden, wenn die Inzidenz auf 50 Neuinfektionen auf 100 000 Menschen in sieben Tagen gesunken sei. Am Dienstag lag dieser Wert bei uns im Saarland bei 126.

 

Desweiteren  habe man sich auch darauf verständigt, dass in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen weitere Maßnahmen zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort ergriffen werden sollen. Gelten soll dies für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern - sofern kein triftiger Grund vorliegt. Im Saarland sei aktuell kein Landkreis davon betroffen, sagte Hans. 

Zwar könne er nicht versprechen, dass es durch die Verschärfung der Maßnahmen schnellstens zu deutlich besseren Zahlen komme, aber im Gespräch mit Wissenschaftlern am Tag zuvor habe er erfahren, dass es eine Chance gebe, auch das exponentielle Absenken der Infektionszahlen zu erreichen, wenn man jetzt sehr beherzt vorgehe. 

Anmerkung: Weiterhin gilt, dass Friseure und Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe zu haben, aber notwendige Behandlungen,  zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege möglich bleiben. Am 25. Januar wollen Bund und Länder erneut beraten. (Quelle zum Teil Medienseite Saarland, Video)

Isabelle Möller

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Kommentare: 1
  • #1

    Lk.Rt. (Mittwoch, 06 Januar 2021 02:11)

    Land unter....
    Aufwärts gehts vorerst nicht mehr. Eher abwärts.