Es droht ein großes Geschäftesterben in unseren Städten und Dörfern

St.Wendel

Das sind die Worte von Landrat Udo Recktenwald in einer Pressemitteilung vom Sonntag.

Auch in der neuen Rechtsverordnung des Saarlandes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist 

 

 

das so genannte Schwerpunktprinzip verankert. Dieses erlaubt SB-Warenhäusern, Discountern, Supermärkten mit Mischsortimenten den Verkauf aller angebotenen Waren, sofern laut Verordnung erlaubte Sortimentteile, beispielsweise Lebensmittel oder Drogerieartikel, überwiegen.

„So notwendig die Verlängerung und auch Verschärfung des Lockdowns ist – dass weiterhin der kleine Einzelhandel massiv benachteiligt wird, ist unverständlich und ungerecht“, urteilt der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald. Trotz zahlreicher Appelle sei das Wirtschaftsministerium nicht von dieser Regelung abgerückt. „Es muss in unser aller Interesse liegen, dass der Einzelhandel die Pandemie überlebt.

Während der ersten Welle hat der kleine Einzelhandel ausgefeilte Hygienekonzepte umgesetzt; zudem investiert, umgebaut, umgestaltet, um das Infektionsrisiko in den eigenen Läden zu minimieren. Aktuell setzen viele Geschäfte auf kreative Online-Lösungen. Anstrengungen, die mit dem Schwerpunktprinzip untergraben werden, das große Häuser bevorteilt.

Die bittere Konsequenz: Es droht ein großes Geschäftesterben in unseren Städten und Dörfern“, so Recktenwald. Der Landrat fordert das Land dringend auf, die geltenden Regeln zu ändern und den kleinen Einzelhandel zu unterstützen.

 

Ebenso fordert Recktenwald, Pflegepersonal prioritär zu impfen. Es sei wichtig und richtig, dass dort, wo das Virus aktuell am stärksten wüte, in Pflege- und Altenheimen, sofort geimpft wird. „Dass allerdings nicht gleich das Personal, das Tag für Tag mit diesen vulnerablen Gruppen zu tun hat, das besonders gefährdet ist, sich zu infizieren oder unbeabsichtigt den Virus in eine Einrichtung einzuschleppen, nicht gleich mitgeimpft wird, ist, trotz begrenzt vorhandenem Impfstoff, unverständlich“, sagt der Landrat.

Zudem müssen auch Mitarbeiter ambulanter Dienste, die Menschen zu Hause pflegen, sofort geimpft werden. „Die Organisation der Impfungen ist eine Herkulesaufgabe, die bisher von Land und Landkreisen, unterstützt durch viele Helfer, vorbildlich gemeistert wurde. Jedoch muss von Landesseite nachgesteuert werden. Leider verzeichnen wir in Pflegeeinrichtungen viele Sterbefälle. Hier müssen wir auch die Impfung der Bewohner intensivieren, hier müssen alle geimpft werden“, so Recktenwald abschließend.

Aktuelle Fallzahlen im Landkreis St. Wendel (Stand: 10.01.21, 15 Uhr)

Heute (10.01.21) wurden 4 Covid-19-Fälle bestätigt.

7-Tage-Inzidenz: 127,58

Als genesen gelten 1542 Personen

Todesfälle im Landkreis St. Wendel im Zusammenhang mit Covid-19: 64

Gesamtanzahl der bestätigten Fälle nach Gemeinden:

Gemeinde Fallzahl
Freisen 126
Marpingen 246
Namborn 115
Nohfelden 205
Nonnweiler 105
Oberthal 137
Tholey 297
Kreisstadt 541

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Kommentare: 14
  • #1

    R. Ma. (Montag, 11 Januar 2021 01:51)

    NKD,KIK, Deichmann und und und ....... haben geschlossen, aber bei "Mister" GLOBUS kann man durch ALLE !!!! Abteilungen gemütlich durch bummeln (zum einkaufen ). Ich frag mich, hier gehts doch nicht mit rechten Dingen zu. welche dreckige Geschäfte laufen da im wnd'ler Rathaus ab????

  • #2

    Wahrsager (Montag, 11 Januar 2021 10:33)

    "Es brentt die Hütte", so die neuste Einschätzung von Politkern.
    Dabei haben uns in Deutschland B.1.1.7 und 501Y.V2 noch nicht gar so richtig erreicht ?
    Wenn das denn so ist brauchen wir uns doch wohl über Öffnunghen in der St. Wendeler Innenstadt, oder sonstwo, nicht zu unterhalten!
    Wenn das einzige Mittel, die Impfung, nicht zeitnah umgesetzt werden kan dann müssen wir uns vielmehr Gedanken über den totalen Lockdown machen; auch die Arbeit, Profisport, Geschäftsreisen, Urlaub, ... werden einbezogen bis die Coronaziele erreicht sind.
    Zum Schluss noch eine positive Nachricht: die Anmeldung auf die Warteliste für die Coronaimpfung im Saarland scheint ab 7:20 Uhr zu funktionieren. Konnte anmelden und habe Bestätigung, sehr schnell, erhalten.
    Warte jetzt auf Benachrichtigung zur Impfung.

  • #3

    kai (Montag, 11 Januar 2021 12:43)

    Das Teile der kleineren Geschäfte sterben werden ist bedauerlich, aber mit der Zeit so oder so nicht aufzuhalten. Corona Schließungen nehmen dabei nur das zeitlich nicht vermeidbare vorweg. Manche haben einfach auch den Zug in die moderne verschlafen. Die Auswahl die teilweise in den örtlichen Läden geboten wird, kann einfach nicht an das Angebot der online shops heranreichen. Wenn dann auch noch die Beratung unter aller Kanone ist, keine Bereitschaft besteht, etwas gewünschtes außerhalb des Sortiments (oder Horizonts) zu bestellen, tja, dann wird eben online gekauft und 2 Tage später kommts per Post. Bücher bestelle ich übrigens bei Klein in WND, ruckzuck da, online shop vorhanden, social media etc etc. Auch houy machts vor: Online Vorstellung der neuen Klamotten, social media vom feinsten, aber das wichtigste: besondere Kleidung, die man sonst nirgendwo kriegt. Blumen kann ich -durch die Krise bedingt- mitlerweile auch lokal als click&collect per instagram bestellen oder gar liefern lassen. Teilweise gehen kleine Läden den Weg zu kleinem Showroom mit angehängter Lagerhalle plus online shop um so ein möglichst großes sortiment bieten zu können. Vielleicht brauchts den Sportladen um die Ecke einfach nicht mehr, das riesen Sortiment an Sport- und Lifestyle Labels kann er ja garnicht im Laden führen. Geregelt wird am Ende eben auch durch die Nachfrage und bei den ewig gestrigen fragt eben keiner mehr nach.

  • #4

    Merz (Montag, 11 Januar 2021 12:55)

    Es lebe die Marktwirtschaft!

  • #5

    PETER (Montag, 11 Januar 2021 15:12)

    Macht endlich die Geschäfte und Gasstätten wieder auf!!! Die Natur holt sich sowie so das, was sie will, ob Lockdown oder nicht.
    Ich lasse mich auch nicht von den Kappen einsperren!

  • #6

    kai (Montag, 11 Januar 2021 18:47)

    genau wegen solchen ansagen und dem darauf folgenden verhalten sind die geschäfte zu. auch das was im café in der st wendeler bahnhofstrasse passiert oder passiert ist, hat die derzeitigen maßnahmen heraufbeschworen - die ignoranz einiger weniger dürfen die anderen ausbaden. hätte auch anders sein können. aber auch hier ist es wie mit den geschäften: entweder man geht mit der zeit oder man geht mit der zeit.

  • #7

    Retter (Montag, 11 Januar 2021 19:51)

    Bringt eh Nichts
    Wir wollen leben.

  • #8

    Anwohner (Dienstag, 12 Januar 2021 14:46)

    Zitat:
    " Der Einkauf bei Aldi ist das Highlight des Tages"

  • #9

    Kl. St. (Mittwoch, 13 Januar 2021 23:10)

    Hut ab vor Udo ....
    Bin unparteiisch aber der Mann war mir immer schon sympathisch und setzt sich für die " kleinen" ein. Es Wirtschaftsministerium lässt ihn links liegen. Bedauerlich .......

  • #10

    Leser (Donnerstag, 14 Januar 2021 07:49)

    Danke, SPD! Danke, Anke!

  • #11

    Hofnarr (Donnerstag, 14 Januar 2021 13:08)

    Dank dem "Leser" und ähnlichdenkenden.

  • #12

    Kl. Lk. (Freitag, 15 Januar 2021 12:14)

    Leser !!! wohl ganz schön schwarz angehaucht.
    Dann sag ich mal :
    Danke,CDU SPD ! Danke,Hans! Danke,Anke!
    Die beiden entscheiden gemeinsam ...

  • #13

    Kl. R. (Donnerstag, 21 Januar 2021 13:57)

    Die JU meistert das alles . Hann Saar Heimat im Griff bekommen covid auch in den Griff.

  • #14

    GDW (Donnerstag, 21 Januar 2021 19:41)

    Kl. R.
    Was willst du uns sagen? Versuche es bitte nochmal. Danke