Mit dem Naturschutzbeauftragten Bernd Stephan unterwegs im Orletal bei Gronig

Gemeinde Oberthal

Man lese und staune von einem Buch, da erkennt man bald, nachdem man den Schaumberg umfahren, Theley angeschnitten und wieder verlassen, rechts von der Straße einen bewachsenen Bergrücken gesehen, der von Nordwest 

 

 

allmählich ansteigt, sich auch noch lang streckt, nach Südost sich hinzieht und dann ziemlich steil abfällt. Dabei handelt es sich um einen geschichtsträchtigen  Berg, den Momberg. Und am Fuße des Berges, noch etwas tiefer, südöstlich gelegen, liegt ein kleines Dorf: Gronig. Puh, ganz schön kompliziert für Auswärtige.

 

Na und wenn wir schonmal in Gronig sind, schneiden wir mal das Orletal an, denn dort war ich vor kurzem mit Bernd Stephan unserem Naturschutzbeauftragten. Er zeigte mir den ,,Häreborre".  Häre stammt von Heiden, den Ungläubigen ab, die im Dorf kein Wasser holen durften und am Ende des Dorfes wohnten, am Heiligenwäldchen.

 

So gingen sie zum ,,Häreborre" Wasser holen. Der heutige, nennen wir es mal  Brunnen wurde gebaut vom Jahrgang 1912, erzählt Bernd Stephan, und zwar an der Bliesquelle 3, die heimliche Bliesquelle. Dort wurden auch früher immer Feste gefeiert. Und Bernd versichert, der inzwischen schon 6 Jahre, mit Leib und Seele, Naturschutzbeauftragter in der Gemeinde Oberthal ist, dass selbst in den trockensten Monaten im Sommer, hier immer Wasser fließt.  

 

Und warum?  Ganz einfach, ergänzt Bernd Stephan, durch den Momberg, wo sich eine Wasserscheide befindet durch die Blies und Nahe.

 

Letztes Jahr wurde die Quelle von der Gemeinde neu gefasst, so dass das Wasser richtig abläuft und keine Schäden mehr verursacht. Die Hauptentstehungsquelle liegt aber ein bisschen weiter in Richtung Selbach, dem Quelleinzugsgebiet, die unser Momberg-Ranger von den alten Selbacher Leut, gezeigt bekam. Auch dort führte er mich hin.

 

Aber da war nur ein kleines Rinnsal zu finden. Das meiste Wasser führt also die Bliesquelle am ,,Häreborre". Dann gibt es noch die Bliesquelle 2 die im Berg drin liegt. Und bevor die Blies in das weite Tal einmündet, sieht man am Ufer ein kleiner Wald mit Buchen, dass ist das Heiligenwäldchen oder Härewäldchen genannt. 

 

Man berichtet, dass hier einmal eine Kirche gestanden habe mit einem Gräberfeld. Und manchmal könne man die Glocke der Kirche nachts um 24 Uhr hören. Ich hab noch nix gehört, zum Glück. Danke an Bernd Stephan für die tolle Führung, hat richtig Spass gemacht..... 

 

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