Schwester Blandine als Lehrerin in Oberthal auf der Steffesheck

Gemeinde Oberthal

 

Einige Oberthalerinnen und Oberthaler der älteren Generation, dürften sich geschichtlich noch an Schwester Blandine erinnern, die damals im Jahre 1902 als Volksschullehrerin (Aushilfe) in der ehemaligen Schule in Oberthal auf der Steffesheck unterrichtete. Ihr zu Ehren hat man

1972 eine Gedenktafel an der damaligen Schule angebracht. Blandine Maria Magdalena Merten war Lehrerin und Ordensfrau. Sie wurde von der katholischen Kirche heilig gesprochen. Geboren am 10. Juli 1883 in Düppenweiler, war mit 19 Jahren bereits eine hervorragende Lehrerin und für alle ein Vorbild als Christ, besonders durch ihre Demut und ihre Liebe zu bedürftigen Kindern. 

 

1908 trat sie auf dem Calvarienberg in Ahrweiler in den Ursulinenorden ein. Aus ganzer Hingabe an Gott und an die Mitmenschen vermochte sie, christliche Erziehung und Unterweisung der Jugend mit einem Leben des Gebetes zu verbinden. Erst Recht in den Leidensjahren ihrer Krankheit, die zum Tode führte. 

 

ehemaliges Schulhaus auf der Steffesheck
ehemaliges Schulhaus auf der Steffesheck

Schwester Blandine ging den ,,kleinen Weg", indem sie ihr Leben, der göttlichen Liebe als Opfer darbrachte, wie sie es bei ihrer Profess, Gott angeboten hatte. 

 

Früh vollendet, starb sie am 18. Mai 1918, im Ursulinenkloster in Trier. Am 1. November 1987 wurde Schwester Blandine selig gesprochen. 

 

Schwester Blandine Merten
Schwester Blandine Merten

Am 18. Mai 1990 wurden ihre sterblichen Überreste in die Blandinenkapelle überführt, die im Jahr 1989 nach Plänen des Trierer Dombaumeisters Karl Peter Böhr in den Formen der Postmoderne auf dem Trierer Friedhof von St. Paulin errichtet worden war.

 

Um an sie zu Gedenken und weil sie auch einen kleinen Teil zur Oberthaler Geschichte beigetragen hat, hat man eine kleine heilige Stätte mit frischen Blumen und Bildern in der Oberthaler Kirche eingerichtet.